Management

Neue Karrieremodelle

Das militärische Modell ist überlebt

John Naisbitts Thesen sind provokant, aber immer auch konstruktiv und optimistisch. managerSeminare fragte ihn, welche Konsequenzen der weltweite Abbau von Unternehmenshierarchien für den einzelnen Mitarbeiter und für die Unternehmen selbst bedeutet.
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• Sie sagen, die Hierarchie wird spätestens nach der Jahrtausendwende durch eine neue Form von Organisation ersetzt sein. Wird diese menschenfreundlicher sein?

John Naisbitt: Ja, die neuen zirkulären Strukturen setzen nicht mehr eine Person höher als die andere. Die Unternehmen werden Wege finden, daß es in deren Innenleben egalitärer zugeht als noch heute in vielen konservativen Kulturen.

Gegenwärtig ist es doch meist so: Jeder hat Leute über sich und Leute unter sich. Aber dieses Über- und Unterordnungsdenken korrumpiert im Kopf, weil man sich entweder abhängig fühlt oder selbst derjenige ist, von dem andere abhängig sind. Das typische Chef-Mitarbeiter-Verhältnis eben! Menschen werden erst dann locker und entspannt arbeiten, wenn sie von gleich zu gleich zusammenkommen. Das wird sehr produktiv und aufgabenorientiert sein.

• Was bedeutet dies für das Verhältnis der Mitarbeiter zum Unternehmen?

John Naisbitt: Die Idee vom Eigentum am Unternehmen wird eine ganz andere sein als heute. In dem Maße, wie die Hierarchie verschwindet, verschwindet auch die klassische Trennung zwischen Eigentümer und Nicht-Eigentümer.

• Also eine Renaissance des Sozialismus durch die Hintertüre?

John Naisbitt: Gewiß nicht, bewahre!

• Was heißt dann Überwindung der Eigentumsidee?…
Autor(en): Axel Gloger
Quelle: managerSeminare 23, April 1996, Seite 87-89
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