Führung

Musterbruch
Musterbruch

Toll, ein anderer macht's!

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Teams sind in. Doch so sehr sie angesagt sind, so sehr haben sie ihre Grenzen. Oftmals sind sie einem Expertengremium oder einer arbeitsteilig organisierten Gruppe sogar unterlegen. Statt über Teamzusammensetzungen nachzudenken, sollten sich Unternehmen daher genau überlegen, wann Teams überhaupt nötig sind, sind Dirk Osmetz und Stefan Kaduk überzeugt.

Preview

Netzwerke, Gremien & Co.: Wann ist ein Team ein Team?

Lebensgefährliche Ignoranz: Wann nicht auf Bekanntes zu setzen ist

Lose-lose-Situationen: Teamstrukturen ohne gemeinsame Aufgabe

Gartenarbeit allein – Strategiearbeit gemeinsam: Wann es das Team (nicht) braucht

Getarnte Ungewissheit: Wofür es den zweiten Blick braucht


Cover managerSeminare 293 vom 22.07.2022Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 293

Seit Februar 2022 wird man notgedrungen wieder täglich mit militärischen Themen konfrontiert. Mit Analogien zwischen Führungs- und Organisationsfragen einerseits und dem Militärkontext andererseits ist es so eine Sache, und doch wollen wir ein Beispiel aus dem militärischen Umfeld geben, da diese Geschichte gut illustriert, was ein schlagkräftiges Team auszeichnet.

Klug degradiert: Die Situation entscheidet

Es war einmal eine US-Spezialeinheit im Vietnamkrieg, die im Vergleich zu ihren Nachbareinheiten erstaunlich wenig Verluste zu verzeichnen hatte. Dabei war es nicht so, dass sie geschont worden wäre oder die ungefährlicheren Aufträge bekommen hätte. Und dennoch erfüllte sie ihre Aufgaben erfolgreicher – was auch immer das in diesem Zusammenhang heißen mag. Die vorgesetzten Kommandeure konnten sich dies nicht erklären. Erst nach mehreren Nachfragen und der Zusicherung, keine disziplinarischen Folgen fürchten zu müssen, selbst wenn man gegen Befehle und Hierarchien gehandelt haben sollte, erklärte sich der Einheitsführer: Nachdem er den jeweiligen Einsatzbefehl erhalten hatte, kam die Einheit wie üblich zur Befehlsausgabe zusammen. Dann jedoch warf jeder Soldat, vom Führer bis zu den Mannschaftssoldaten, sein Dienstgradabzeichen in die Mitte, und die Gruppe entschied, wer welche Rolle, wer welche Führungs- oder Spezialaufgabe im bevorstehenden Einsatz übernehmen sollte. So konnte es durchaus sein, dass die Hierarchie komplett auf den Kopf gestellt wurde. Am Ende der Mission wurde dann eine Nachbesprechung abgehalten und analysiert, was gut und was schlecht gelaufen war.

Selbst wenn diese Episode gar nicht oder nur so ähnlich stattgefunden hat (trotz intensiver Recherche konnten wir sie nicht verifizieren): Das Beispiel zeigt, dass echte Teams erfolgreicher sein können als herkömmliche, arbeitsteilig zusammengestellte Gruppen, in denen die Führungskraft die Befehle gibt und an der einmal festgelegten Zusammensetzung mit den entsprechenden – in Friedenszeiten definierten – Aufgabenbeschreibungen, festgehalten wird. Offensichtlich geht es bei einem Team also darum, die Zusammenstellung von Menschen in einer Gruppe konsequent der Problemsituation und den jeweils benötigten Fähigkeiten anzupassen.

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