Wissen

Moderation

Führen mit Flip-Chart

Alle Manager müssen es tun, jeder glaubt, dass er`s kann, doch kaum einer kann es wirklich: moderieren. Das Verfahren zur Steuerung von Teamsitzungen beinhaltet Techniken und Regeln, die erlernt werden wollen. Moderationstrainer Rüdiger Funk zeigt, welche.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
'Viele gehen hinein, nichts kommt heraus.' Ein Witz über Arbeitssitzungen, in dem viel Wahres steckt: Zu oft laufen Konferenzen, Besprechungen und Workshops schief. Gründe dafür gibt es viele: Die Gruppenmitglieder verfolgen unterschiedliche Ziele, die Sitzung verläuft ohne Konzept, die Ideen der Beteiligten werden heruntergemacht, alle reden durcheinander.

Eine Möglichkeit, Gruppen dazu zu bringen, zielgerichtet und effizient zu arbeiten, ist die Moderation. Die Moderation darf jedoch nicht mit dem Leiten einer Besprechung verwechselt werden. Beim klassischen Verhältnis Leiter - Gruppe übernimmt der Leiter die volle Verantwortung für Ablauf und Inhalte einer Sitzung. Der Moderator dagegen vertraut auf die Souveränität und Kompetenz der Gruppe. Er er behält seine eigene Meinung für sich und trägt dazu bei, dass alle Aussagen der Mitglieder gleichrangige Bedeutung finden. Im Gegensatz zum Besprechungsleiter, der in der Regel nur nebenbei für sich einige Notizen macht, hält der Moderator Ideen, Meinungen, Lösungsvorschläge, Zwischenergebnisse und Pläne der Gruppe so vollständig wie möglich und für alle sichtbar fest.

Vor allem aber sollte der Moderator ein Kommunikationsfachmann sein. Als solcher braucht er ein Gespür für das, was während des Arbeitsprozesses auf der Beziehungsebene abläuft. Eine weitere wichtige Fertigkeit, mit der jeder qualifizierte Moderator arbeitet, ist das 'Spiegeln', also das neutrale Rückmelden dessen, was im Arbeitsprozess geschieht. So führt ein qualifizierter Moderator der Gruppe immer wieder vor Augen, an welcher Stelle auf dem Weg zum Ziel sie gerade steht, ob sie sich auf einen Nebenschauplatz verirrt hat und ob sie gerade dabei ist, geplante Arbeitsschritte unbesprochen zu überspringen.

Auch der Abschluss einer Besprechnung will geübt sein. Die Unternehmenspraxis zeigt, dass nach der inhaltlichen Bearbeitung der Themen oftmals ein apruptes Ende folgt. Keiner weiß so recht, wie es weitergeht, und der ein oder andere möchte es vielleicht auch gar nicht wissen. Umso mehr muss ein Moderator die Teilnehmer dazu anhalten, einen Aktionsplan aufzustellen, der folgende Fragen beantwortet: Welche konkreten Schritte werden im Anschluss vorgenommen? Wer macht was, bis wann, mit welcher/wessen Unterstützung?

Extras:
  • Info-Kasten: Zehn Verhaltensregeln für Moderatoren.
  • Info-Kasten: Tipps zum Einsatz von Methoden.
  • Info-Kasten: Das sollte visualisiert werden.
  • Übersicht: Die klassischen Inhalte einer Moderatoren-Ausbildung und vier Adressen, wo Sie sich zum Moderator ausbilden lassen können.
  • Info-Kasten: 20 Hilfen für einen Moderationsplan.
Autor(en): Rüdiger Funk
Quelle: managerSeminare 46, Januar 2001, Seite 48-56
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben