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Methoden der Mitarbeiterentwicklung

Mitarbeiter werden zu Mitunternehmern

Wie können wir unser Unternehmen fit für die Zukunft machen und unsere Produktivität weiter steigern? Vor dieser Frage stand der Hersteller von Einbauküchen Nobilia, Verl, vor drei Jahren. Daraufhin startete er einen Unternehmensentwicklungsprozess und führte als wichtiges Teilprojekt die Teamarbeit ein.
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Mitte 1997 standen die Nobilia-Werke - J. Stickling GmbH in Verl vor folgender Situation: Im vorangegangenen Jahrzehnt war das Unternehmen, das sich auf die Produktion von Einbauküchen spezialisiert hat, enorm gewachsen. Die Zahl seiner Mitarbeiter hatte sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt, so dass nun 1.400 Personen bei ihm beschäftigt waren. Und der Umsatz? Er hatte sich in dieser Zeit sogar auf circa 750 Millionen Mark pro Jahr verdreifacht. Nicht Schritt gehalten hatten mit diesem Wachstum jedoch die Strukturen und die Abläufe in dem Unternehmen. Auch die Personalentwicklung hinkte der Entwicklung hinterher.

Zwar waren in den zurückliegenden Jahren in den Produktionshallen neue Fertigungsstraßen installiert worden, auch das Just-in-Time-Konzept wurde in der Fertigung eingeführt. Kaum verändert hatte sich aber, wie Geschäftsführer Dr. Joachim Bußmann betont, 'die Art der Zusammenarbeit der Mitarbeiter'. Auch das Arbeitsverständnis vieler Mitarbeiter entsprach nicht mehr den betrieblichen Notwendigkeiten.

Deshalb dachte die Unternehmensleitung darüber nach: Wie können wir unser Unternehmen zukunftstauglich machen? Hierzu sah sie sich auch veranlasst, weil seit Ende 1994 der Markt für Einbauküchen weitgehend stagniert. Doch nicht nur dies. Die in der Branche vorhandenen Überkapazitäten erzeugen auch einen enormen Preisdruck. Deshalb können auf Dauer nur die Anbieter überleben, die sich einen Vorsprung gegenüber ihren Mitbewerbern erarbeiten. Davon war die Unternehmensleitung überzeugt.

Doch wie kann man einen solchen Vorsprung aufbauen? Durch technische Innovation allein nicht. Das war Bußmann klar. Schließlich können Investitionen in diesem Bereich von den Mitbewerbern leicht kopiert werden.
Autor(en): Bernhard Kuntz
Quelle: management&training 02/00, Februar 2000, Seite 38-40
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