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Methoden

Vom Bankbeamten zum Kundenberater

Die Neustrukturierung des Aktivgeschäftes der Finanzdienstleister führt zu geänderten Anforderungen an die Mitarbeiter. Personalleiter Heribert Wienkamp beschreibt, wie in mehreren Bereichen des Kreditgeschäftes bei der Westdeutschen Landesbank Girozentrale eine Anforderungsanalyse konzipiert und umgesetzt wurde.
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Mit der bisherigen Personalplanung als Mengenplanung ließen sich im Finanzdienstleistungsbereich die qualitativen Auswirkungen auf den Personalbedarf durch das Auftreten neuer, komplexer Finanzierungsprodukte nicht ermitteln. Ebenso erforderte die zunehmende Nachfrage nach Bewerbern mit akademischer Ausbildung für Positionen, für die bislang noch eine Banklehre als berufsqualifizierender Abschluss ausreichend war, eine Überprüfung der Arbeitsplatzanforderungen. So ergab sich das Problem, nicht nur die erforderliche Personalmenge nach Köpfen, sondern auch die gemessen an den Anforderungen notwendige Personalqualität bestimmen zu müssen und den daraus resultierenden Personalentwicklungsbedarf abzuleiten.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in mehreren Bereichen des Kreditgeschäftes (Firmenkredite, Beteiligungen) eine Anforderungsanalyse durchgeführt. Dieser Ansatz geht von der Überlegung aus, dass eine Neustrukturierung des Aktivgeschäftes sowohl zu neuen Organisations- und Arbeitsformen als auch zu geänderten Anforderungen an die Mitarbeiter führt. Diese Veränderungen dürften sich in gewandelten Anforderungsprofilen manifestieren.

Speziell für Dienstleistungs- und Managementfunktionen scheinen sich nach der vorgenommenen Untersuchung im Bankbetrieb psychologisch orientierte Anforderungsanalysen zu eignen. Anforderungsanalysen widmen sich den wechselseitigen Beziehungen zwischen Aufgabenstellung und Aufgabenträger (Mitarbeiter) und versuchen, die Stellenanforderungen mittels arbeitspsychologischer Merkmalsbegriffe wie Fähigkeiten, Potenziale, Leistungen und Erfahrungen zu beschreiben und auf der Grundlage geeigneter Skalen zu bewerten.
Autor(en): Heribert Wienkamp
Quelle: management&training 12/00, Dezember 2000, Seite 30-33
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