Wissen

Mentale Fitness

Konzentrieren, entspannen, loslassen…

Übungen zur Steigerung der mentalen Kräfte über den Weg der Entspannung haben ihre Ursprünge im fernen und mittleren Osten. Das lange eher belächelte Wissen um die Wechselwirkungen von Körper und Geist ist inzwischen fester Bestandteil von Fitnessprogrammen und Persönlichkeitstrainings. Experten stellen hier die Ursprünge dieser Techniken vor und beschreiben Einsatzmöglichkeiten und Auswirkungen für den beruflichen Alltag. Der neueste Trend Entspannungszustände herzustellen, wird dabei ebenfalls diskutiert: Brain-Machines.
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Als der indische Staatschef Neru und der israelische Staatschef Ben Gurion sich zu politischen Besprechungen trafen, zogen sie sich vor dem Mittagessen zurück und machten beide Kopfstand und andere Übungen. Vom internationalen Friseur Vidal Sason wird berichtet, daß er sich auf den Kopf stellt, wenn ihm Meetings zu ineffektiv sind. Seit anderthalb Jahren übt die Führungskette der Firma Zweckform alle 14 Tage im Sitzungsraum Yoga. Was ist Yoga und warum machen Führungskräfte Yoga?

Yoga ist ein systematischer praktischer Übungsweg mit Übungshaltungen, Übungsbewegungen und Übungsatmungen. Wer Yoga betreibt, studiert den eigenen Körper, die eigene Psyche und die anderen Komponenten des Menschen und interessiert sich für die Qualität des Verhaltens, die Einstellungen zu den Handlungen und deren Ergebnisse im Alltag. Yoga wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren im vorhinduistischen Indien betrieben. Mit der Ausformung der Samkhyaphilosie und der ayurvedischen Medizin hatte es bereits damals einen breiten wissenschaftlichen Hintergrund. Im 20. Jahrhundert haben nahezu alle neueren Entwicklungen im Bereich übender Verfahren, angefangen vom autogenen Training über Bioenergetik bis hin zu Stretching aus dem Fundus von Yoga geschöpft und Teile von Yoga übernommen. Vielen sind daher schon Yoga-Elemente unter anderem Namen begegnet. Im Zentrum von Yoga stehen die der indischen Medizin (Ayurveda) bekannten vitalen Stellen (Marmas), die mittels der Übungshaltungen etc. aktiviert werden, um die optimale geistige und körperliche Vitalität zu erlangen, zu fördern und zu pflegen. Keine Wahrnehmung und keine bewußte adäquate Umgangsweise mit diesen zentralen Orten am eigenen Körper sind aus der Yogasicht ein Zeichen für einen psychosomatischen Vitalitätsverlust. Ohne regelmäßiges Üben, das wie Zähneputzen und Terminkalender pflegen zur psychosomatischen Hygiene für Führungskräfte gehören sollte, ist eine optimale Unterstützung der Führungsarbeit durch die vitalen Orte (Marmas) nicht gegeben…
Autor(en): Reinhard Bögle, Dr. Gerhard Bittner
Quelle: managerSeminare 05, Oktober 1991, Seite 42-44
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