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Wie kurz darf Coaching sein?

Lebenshilfe im Minutentakt

Speed-Coaching ist ein Reizwort, das viele Branchenvertreter auf die Palme bringt. Schuld sind Medienberichte über Turbo-Formate, bei denen Coaching als Ex-und-hopp-Beratung daherkommt. Doch unter den Schnell-Beratungen sind durchaus auch seriöse und professionelle Angebote zu finden. Die Frage ist nur: Wo verläuft die Grenze zwischen quick and dirty und kurz und gut? managerSeminare hat nachgeforscht.


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Im Hinterzimmer der Kneipe Kaiserstein in Berlin Kreuzberg spielt sich ein merkwürdiges Prozedere ab: Zehn Personen sitzen sich – jeweils zu zweit – an fünf Tischen gegenüber und reden miteinander. Nach zehn Minuten ertönt ein Glöckchen. Daraufhin wechselt die Hälfte der Personen zum nächsten Tisch. Erneut erhebt sich die Kakophonie gedämpfter Stimmen, bis zehn Minuten später abermals das Glöckchen erklingt und ein Tischwechsel stattfindet. Das Prozedere findet insgesamt fünfmal statt, so dass am Schluss jeder der fünf Tischwechsler einmal an jedem Tisch war.

Ein Fall von Speed-Dating? Das ist ein trendiges Format der Partnervermittlung, bei dem Männer und Frauen auf Partnersuche kurz miteinander reden und nach limitierter Zeit reihum zum nächsten Kandidaten wechseln. Zuletzt kreuzen die Singles auf einem Zettel an, wen sie gerne näher kennenlernen würden. Bei Übereinstimmung rückt der Veranstalter die Adressen heraus.

Im Kaiserstein werden zwar keine Paare verkuppelt. Doch was sich in der Kneipe abspielt, ist sogenanntes Speed-Coaching – die kühne Übertragung des Speed-Dating-Formates auf die Karriere- und Lebensberatung. Fünf Coachs, fünf Coachees, je zehn Minuten Gesprächszeit, fünfmal Tischwechsel und das Ganze für zehn Euro – so das Rezept. Anmelden muss man sich nicht. Es gilt das Motto: Wer rechtzeitig kommt, wird gecoacht.

Extras:

  • Vorstellung des Systemisch-lösungsorientierten Ansatzes nach Steve de Shazer
  • Kurzformate im Coaching: Die Ergebnisse der mS-Leserbefragung
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen zweier Bücher zum Speed-Coaching

Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 144, März 2010, Seite 48 - 55 , 30758 Zeichen

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