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Übersicht AnsprechpartnerDie zunehmende Ausbreitung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) wirkt sich negativ auf die Einstellungsquoten junger Arbeitnehmender aus. Das hat eine Studie von drei Forschern der US-amerikanischen Stanford-Universität ergeben, für die die Daten von 25 Millionen Beschäftigten in den USA ausgewertet wurden. Demnach ist die Zahl an Beschäftigten unter 25 Jahren in Berufsbereichen, in denen generative KI am verbreitetsten ist, seit Oktober 2022 um 13 Prozent gesunken. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Berufsanfänger in weniger KI-lastigen Berufsfeldern in der gleichen Zeitspanne sogar gestiegen. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist der Bereich der Softwareentwicklung, in dem die Zahl der Berufseinsteiger um fast 20 Prozent gefallen ist.
Generative KI verbreitet sich in immer mehr Branchen und Unternehmen – und ersetzt bereits jetzt zunehmend die Jobs junger Berufseinsteiger.
Saradasish Pradhan/UnsplashDabei spiele auch die Art und Weise eine Rolle, wie generative KI in den Berufsfeldern eingesetzt werde, halten die Forscher fest: Wo KI-Tools Aufgaben automatisieren oder übernehmen, gehen mehr Jobs verloren als dort, wo sie Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Ergebnisse aus den USA seien ein Weckruf, kommentiert Barbara Geyer, Professorin für KI an der Hochschule Burgenland, auf LinkedIn die Ergebnisse. Der entscheidende Unterschied: Generative KI könne zwar reines „Buchwissen“ ersetzen, nicht aber praktische Erfahrung und implizites Wissen. Diese Erfahrung und das implizite Wissen, das damit einhergeht, sind für sie daher neben der Kollaboration mit der KI und der Entwicklung von Kompetenzen, die KI ergänzen, die Schlüsselfähigkeiten, mit denen sich Berufseinsteiger auf dem sich verändernden Arbeitsmarkt behaupten können.
Die vollständige Studie kann unter msmagazin.info/335KIJob heruntergeladen werden.
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 335, Februar 2026