Beiträge m&t

Kreativitätstechniken

Regeln für Ideen

Innovationsfähigkeit ist keine Talentfrage. Vor allem in einer heterogenen Gruppe lassen sich leicht neue Gedanken entwickeln, wenn einige Regeln befolgt werden. Eine davon: Erst produzieren, dann selektieren.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Eine lockere Runde. Das Gespräch kommt auf ein Thema, für das Ideen gefragt sind
- zum Beispiel: Wie soll das Jubiläum gestaltet werden. Die Ideen sprudeln, ein Gedanke regt den nächsten an. Langsam verebbt das Ideenfeuer oder wird durch eine Störung von außen unterbrochen. Eine Gruppe in lockerer Atmosphäre ist offenbar sehr ideenproduktiv: Viele und auch außergewöhnliche Gedanken entstehen. Aber niemand hat mitgeschrieben, es gab keine Vorgaben; es wurde nicht geklärt, worum es eigentlich geht. Der Ideensturm wird wahrscheinlich nie genutzt.

Die professionelle Form dieser Ideenrunde heißt 'Brainstorming'. Sie nutzt das Phänomen der lockeren, ideensprudelnden Gruppe, fordert aber zur Beachtung einiger Regeln auf; insbesondere: keine Kritik an den Ideen anderer üben, zuhören und die geäußerten Ideen weiterentwickeln, auch Verrücktes aussprechen; das regt an und lockert auf, Niederschreiben aller Ideen.

Ein Moderator sollte die Sitzung leiten. Zu Beginn ist die Aufgabenstellung zu erläutern. Fragen werden beantwortet. Es wird auch besprochen, ob die Aufgabenstellung so sinnvoll ist und wie sie modifiziert werden könnte. Während der Ideenfindung achtet der Moderator darauf, dass keine Ideen verloren gehen, der Mitschreiber am Flipchart nachkommt und auch den Kern der Ideen trifft, der Ideenfluss nicht in eine falsche Richtung weggleitet.
Wenn der Ideenfluss nachlässt, ermuntert der Moderator zum Weitermachen und regt durch eigene Beiträge und Hinweise an. Nach etwa einer halben Stunde schließt er die Ideenfindungsphase ab.

Brainstorming ist auf Menge angelegt: Es werden viele Ideen generiert - 30 bis 40 Ideen sind normal -, um dann aus dieser Fülle die besten Ideen herauszupicken.
Autor(en): Prof. Dr. Horst Geschka
Quelle: management&training 07/03, Juli 2003, Seite 42-43
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben