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Judith Butler in der Serie Philosophie für Manager

Gefangen in Geschlechterrollen

Dass Frauen zu selten führen, ist weniger eine Frage von Quoten. Die Philosophin Judith Butler zeigt, dass vor allem die unterschwelligen Vorstellungen davon, was normal ist und was nicht, Ungleichheiten zementieren. Auch für Männer bedeuten sie eine Einschränkung, die es zu aufzubrechen gilt.
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Inhalt:
  • Was ist normal? Warum die Geschlechterfrage nicht mit Quoten oder Bezahlung gelöst werden kann
  • Männer und Macht, Frauen und Familie: Wie Klischees Karrieren prägen
  • Zwang ist Zwang: Warum die maskuline Bedeutungsökonomie auch Männer massiv einschränkt
  • Eine Frage der Macht: Warum die Matrix der Normalität kaum zu umgehen ist
  • Subversion und Parodie: Kann man alte Ge­­schlechterrollen aufbrechen, ohne neue zu schaffen?

Zentrales Zitat:
'Die Unterdrückung des Anderen ist also weniger die einzige Taktik der maskulinen Bedeutungs-Ökonomie als vielmehr eine Taktik unter vielen.'
Mit Judith Butler kann man verstehen, dass die meisten aktuellen Reformen der Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik weniger auf die Befreiung der Gesellschaft als auf die Ausdehnung der männlichen Herrschaft abzielen. Nicht Quoten führen zu einer besseren Chancengleichheit, sondern nur ein radikaler Kulturwandel der Definitionen dessen, was als normal gilt, sei es in der Unternehmenskultur (Arbeitszeit-, Leistungs- und Verfügbarkeitsnormen) oder im persönlichen Verhalten der Manager (Auftreten, Konflikt- und Kommunikationsverhalten).

Extras:
  • Leben, Lehre und Wirkung von Judith Butler
  • Tipps zu weiterführender Literatur
Autor(en): Michael Hirsch
Quelle: managerSeminare 205, April 2015, Seite 54-57
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