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Interkulturelles Training

Neue Muster für Mustermann

Häufig sind es nicht die sprachlichen, sondern die kulturellen Barrieren, die Missverständnisse und Informationsstaus in international vertretenen Unternehmen verursachen. Ein interkulturelles Training bei dem Sportartikel-Hersteller Nike soll Sprache und kulturelle Handlung gleichermaßen ins Visier nehmen, um alle Mitarbeiter für die Unternehmensziele zu gewinnen.
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11. Geschworener sich erhebend: 'I beg pardon, in discussing …'
10. Geschworener unterbricht und äfft nach: 'I beg your pardon. What are you so goddam polite about.'
11. Geschworener sieht ihn direkt an: 'For the same reason you're not. It's the way I was brought up.'
(Reginald Rose, Twelve Angry Men, 1955)

Die obige Szene ist dem Schlussakt von 'Twelve Angry Men' (Die 12 Geschworenen) entnommen. Die Emotionen haben ihren Höhepunkt erreicht. Die Geschworenen müssen über das Schicksal eines Jungen aus den Slums, der des Mordes angeklagt ist, entscheiden. Der elfte Geschworene ist Europäer, ein Uhrmacher, der seit vielen Jahren in Amerika lebt. Der zehnte Geschworene ist Besitzer einer Autowerkstatt, der sich aus den Slums hochgearbeitet hat. Er ist über die vermeintlich übertriebene Höflichkeit des elften Geschworenen massiv verärgert. Nicht die Sprache trennt diese beiden, sondern deren kulturell geprägte Verhaltensmuster.

Das soziale Umfeld bestimmt die Kultur des Einzelnen. Die mentale Programmierung beginnt im Allgemeinen in der frühen Kindheit, in Familie und Nachbarschaft, und setzt sich in der Schule und später am Arbeitsplatz fort. Denk -, Emotions- und Verhaltensmuster setzen sich auf diese Weise in der Persönlichkeit fest. Im weiteren Sinn ist Kultur eine kollektive Programmierung des Bewusstseins, die Mitglieder einer Gruppe von denen einer anderen unterscheidet. Diese Programmierung läuft auf unterschiedlichen Ebenen ab: Nationalität, Region, Geschlecht, Generation, sozialer Stand und Firmenkultur.
Autor(en): Christine McCarthy
Quelle: management&training 03/03, März 2003, Seite 16-18
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