Beiträge m&t

Innenausstattung

Die Anatomie des Raumes

Tagungsorganisatoren können heute Kongresszentren, Hotels oder Schlösser für ihre Veranstaltungen buchen. Unabhängig von dem Veranstaltungsort erwartet jeder Tagungsteilnehmer eine konzentrationsfördernde Lernatmosphäre. Die Arbeitsgruppe Tagungsstätten im DIN entwickelt daher eine Norm, um Mindestanforderungen für Tagungsräume festzulegen. Peter Eickholt, Architekt und Mitglied der Arbeitsgruppe, stellt die wichtigsten Kriterien vor.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Tagungsräume sind in den unterschiedlichsten Gebäudetypen untergebracht. Aus dem kleinen Gesellschaftszimmer einer Gaststätte hat sich mittlerweile ein großer Wirtschaftszweig des Tagungs- und Kongresswesens mit unterschiedlichsten Raumkapazitäten etabliert. Die Kongress- und Hotelbranche hat sich dem Thema Tagung zugewandt und bietet dem Interessierten eine Reihe von Ratgebern und Verzeichnissen an, in denen neben den Tagungskosten auch Unterscheidungsmerkmale wie Raumkapazität, Mobiliar, zur Verfügung stehende Medien, Lichtverhältnisse und Arbeitsumfeld komprimiert dargeboten werden.

Tagungsteilnehmer erwarten, dass ihnen der Lernstoff in einer konzentrationsfördernden Lernatmosphäre und in einem dem heutigen technischen Stand angemessenen Rahmen vermittelt wird. Dazu bedarf es überall bestimmter Rahmenbedingungen. Zur Festlegung von Anforderungen an Tagungsstätten und Tagungsräume entwickelt die Arbeitsgruppe Tagungsstätten im DIN zurzeit eine Norm, die DIN 15906 Tagungsstätten. Hier wird zum ersten Mal die gesamte Bandbreite von Anforderungen an Tagungsstätten zusammengefasst und Mindestanforderungen an den Tagungsraum festgelegt. Die DIN 15906 wird voraussichtlich im November 2001 in Kraft treten.

Bei Kongressen mit bis zu 10.000 Personen braucht man einen großen Saal, der sich durch mehrere Trennwände unterteilen lässt. Trainings finden eher in kleineren Räumen statt, die aber genügend Platz für Gruppenübungen bieten müssen. Ein Tagungsraum sollte nicht kleiner als 36 Quadratmeter nutzbare Fläche aufweisen. Hierbei ist die nutzbare Fläche die Fläche, die der Gesamtveranstaltung uneingeschränkt zur Verfügung steht.
Autor(en): Peter Eickholt
Quelle: management&training 06/01, Juni 2001, Seite 42-43
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben