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Great-Place-to-Work-Wettbewerb 2012

Das Best-of der deutschen Arbeitgeber

Klotzen, nicht kleckern: Dieses Motto haben sich die Unternehmen auf die Fahne geschrieben, die siegreich aus dem Wettbewerb 'Deutschlands beste Arbeitgeber 2012' hervorgegangen sind. Erstellt wurde das Ranking vom Great Place to Work Institute Deutschland mit Sitz in Köln. Die Organisation nimmt seit 2003 regelmäßig die Arbeitgeber-Attraktivität von Firmen aller Größen und Branchen unter die Lupe. Die Basis sind Mitarbeiterbefragungen plus Daten zur Personal- und Führungsarbeit. Das Resultat ist eine Liste der hundert Besten. Abgesehen von den Erstplatzierten pro Größenkategorie gab es diesmal fünf Sonderpreisträger, die in wichtigen Feldern zukunftsorientierter Personalarbeit durch eine Fülle vorbildlicher Lösungen auffallen.

Die BK – Siemens Betriebskrankenkasse aus München überzeugte mit ihrem Konzept zur Sicherstellung der Chancengleichheit der Geschlechter. In dem Unternehmen ist der Frauenanteil in Führungspositionen in den vorigen Jahren kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile sind im oberen Management 20 Prozent der Führungskräfte weiblichen Geschlechts, im mittleren und unteren Management 38 Prozent. Laut Mitarbeiterbefragung fühlen sich 96 Prozent der Frauen unabhängig vom Geschlecht fair behandelt. Wenig verwunderlich, denn es gibt viele Strukturen der Frauenförderung, darunter: ein Frauennetzwerk unter Schirmherrschaft eines weiblichen Vorstandsmitglieds, Mentoring- und Talentförderprogramme, Unterstützungsangebote für familiäre Aufgaben wie Pflege von Angehörigen, Möglichkeiten der flexiblen Gestaltung von Arbeitsort und -zeit sowie Coachings für Frauen mit Führungspotenzial.

In der Sonderpreiskategorie Betriebliche Gesundheitsförderung machte das Tesa Werk Offenburg das Rennen. Der Betrieb fällt durch weit mehr als eine gesunde Arbeitsplatzgestaltung mit regelmäßigen Ergonomie-Analysen auf. Zum Konzept zählen auch monatliche Aktionen in Kooperation mit der Betriebskrankenkasse wie Vorsorge-Untersuchungen, zielgruppenspezifische Angebote für Angestellte im Schichtbetrieb (etwa Schlafberatung) sowie ein umfangreiches Wellness-Programm mit gesunder Ernährung, Yoga-Kursen, Massagen, Sportangeboten. Jedes Jahr gibt es zudem eine breit angelegte Gesundheitskampagne zu einem Schwerpunktthema. 2012 sollen dabei psychische Erkrankungen im Fokus stehen.

Für seine vorbildliche Arbeit in puncto Diversity wurde das Beratungsunternehmen Accenture, Kronberg, prämiert. Die Firma geht das Thema Vielfalt ungewöhnlich systematisch an – bezogen auf verschiedene Diversity-Bereiche. So gibt es ein Cultural Diversity Office, das eigens für Projekte zum Aufbau interkultureller Kompetenz zuständig ist und entsprechende Trainings und Kampagnen entwickelt. Weiterhin gibt es ein umfangreiches Programm zur Frauenförderung mit Mentoring, Netzwerken und speziellen Weiterbildungen für Frauen, einem internationalen Firmen-Frauentag, einer jährlichen globalen Frauenstudie und sogenannten Sponsoren aus der Geschäftsführung, die die Karriere weiblicher Senior Manager unterstützen. Was Generationenvielfalt angeht, widmet sich Accenture derzeit stark der Generation Y: Eine Arbeitsgruppe erforscht, ob es diese internetaffine Gruppe junger Mitarbeiter im Unternehmen wirklich gibt, wie sie wahrgenommen wird und wie deren Zusammenarbeit mit den Älteren funktioniert. Die Vielfalt sexueller Orientierungen ist in einem eigenen Netzwerk mit diversen Aktivitäten abgebildet.

Im Sonderpreisbereich Lebenslanges Lernen erhielt die SMA Solar Technology AG aus Niestetal eine Auszeichnung. Das Unternehmen garantiert seinen Mitarbeitern das Recht auf bis zu fünf fachliche Weiterbildungstagen pro Jahr. Ein Großteil dieser Weiterbildungen wird von Mitarbeitern für Mitarbeiter durchgeführt. Für jede Stelle gibt es Soll-Kompetenzprofile, die stetig mit den Qualifikationen des Mitarbeiters abgeglichen werden. Auf dieser Grundlage werden individuelle Trainingsprogramme erstellt. Zum Konzept gehören regelmäßige Evaluationen. Ein besonderer Fokus richtet sich auch auf die Fortbildung sonst häufig benachteiligter Gruppen wie ältere Mitarbeiter und Geringqualifizierte.

Für ihr besonders demografiebewusstes Personalmanagement wurde W. L. Gore & Associates aus Putzbrunn mit einem Sonderpreis geehrt. Die Firma bemüht sich in vorbildlicher Weise um die Erhaltung der Leistungsfähigkeit ihrer älteren Mitarbeiter. Das reicht von der altersgerechten Arbeitsplatzgestaltung, Workshops zur gezielten Vorbereitung auf den Ruhestand, Konzepte zur projektbezogenen Einbindung von älteren Mitarbeitern an der Schwelle zwischen Arbeitsleben und Ruhestand bis hin zu einem ausgefeilten Konzept der Wissensweitergabe: Geht ein Mitarbeiter in den Ruhestand, findet mit dem Nachfolger ein vorstrukturiertes systematisches Übergangsgespräch statt, das durch einen dafür ausgebildeten Mitarbeiter der HR-Abteilung moderiert wird. Aus diesen Gesprächen geht eine Wissenslandkarte hervor, die das Wissen der Älteren mit dem der jungen Mitarbeiter verknüpft.

Deutschlands beste Arbeitgeber
  • Firmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern
Platz 1: Noventum Consulting GmbH, Münster
Platz 2: Atrias Personalmanagement GmbH, Hamburg
Platz 3: Lego GmbH, Grasbrunn

  • Firmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern
Platz 1: DIS AG, Düsseldorf
Platz 2: NetApp Deutschland GmbH, Kirchheim
Platz 3: W. L. Gore & Associates GmbH, Putzbrunn

  • Firmen mit 2.001 bis 5.000 Mitarbeitern
Platz 1: Volkswagen Financial Services AG, Braunschweig
Platz 2: Tegut Gutberlet Stiftung & Co., Fulda
Platz 3: Sick AG, Waldkirch

  • Firmen mit über 5.000 Mitarbeitern
Platz 1: SMA Solar Technology, Niestetal
Platz 2: Techniker Krankenkasse, Hamburg
Platz 3: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München

(Quelle: Great Place to Work Institute Deutschland, Köln 2012)
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 170, Mai 2012
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