Management

Gesundheitsmanagement

Mens sana in company sano

Von Gesundheit ist überall die Rede: Bioprodukte finden den Weg in die heimische Küche, Sportartikel animieren zur gesunden Freizeitgestaltung, Fitneß-Studios sprießen wie Pilze aus dem Boden und jedem ist inzwischen bekannt, daß Rauchen, falsche Ernährung, Bewegungsarmut und Streß krank machen. Dennoch: Kostenexplosion im Gesundheitswesen, hohe Krankenstände und Abwesenheitszeiten vom Arbeitsplatz.
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Arbeits- und Produktionsausfälle lassen Unternehmen erkennen, daß Gesundheit nicht nur für den einzelnen ein wichtiges Gut darstellt, sondern auch für den Betrieb ein wichtiger Produktionsfaktor ist. Gesundheit - nicht mehr allein die Sache von Ärzten? So manche Personalabteilung und Vorstandsetage sucht nach Wegen, die Arbeitsunfähigkeitstage zu reduzieren, damit der Krankenstand nicht ständig höher ist als die Rendite.

Das Ministerium für Gesundheit errechnete für 1994 bei knapp 36 Millionen Fällen von Arbeitsunfähigkeit 561 Millionen krankheitsbedingte Ausfalltage. Die durchschnittliche Fehlzeit liegt bei etwas weniger als 16 Tagen. Heute führen die Ausfallzeiten in manchen Unternehmen bereits dazu, daß die Personalplanung 10 Prozent krankheitsbedingte Fehlzeit als Plangröße berücksichtigen muß. Wenn man bedenkt, daß einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern lediglich 1 Prozent Krankenstand jährlich circa eine halbe Million Mark kostet, läßt sich nicht bestreiten, daß Krankheit bzw. Gesundheit auch unter ökonomischen Aspekten ein Thema ist, dem mit der gegenwärtigen Diskussion um die Einführung von Karenztagen allein wohl kaum beizukommen ist. Freiwillige Gesundheitsförderung dient also allen, den Mitarbeitern und dem Unternehmen.

Klassische Berufskrankheiten sind seltener geworden, neue Krankheiten sorgen stattdessen für volle Sprechzimmer und leere Arbeitsplätze. Herz-Kreislauferkrankungen, burn out, Nervenleiden, Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparats, psychosomatische Beschwerden - die sogenannten Zivilisationskrankheiten haben das Krankheitspanorama verändert. Während vor einigen Jahrzehnten noch infektiöse und durch körperlich schwere Arbeit verursachte Erkrankungen die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten darstellten, wird die Liste heute von Krankheiten, die mit der immer stärker werdenden psychischen Belastung durch Beruf, Freizeitverhalten und Privatbereich in Verbindung stehen, angeführt…
Autor(en): Nicole Bußmann
Quelle: managerSeminare 23, April 1996, Seite 34-43
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