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Führungskräftetraining

Harmonie und Streitkultur

Was Manager von einem Orchester lernen können, erfuhren Führungskräfte eines Telekommunikationsunternehmens in einem Workshop. Dieser führte sie in die Kammerphilharmonie Bremen, wo sie mitten im Geschehen die Möglichkeiten und Grenzen einer Hierarchie, Sinn und Unsinn eines Dirigenten und den Nutzen einer Streitkultur erlebten.
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Ein Hinterraum in einem Bremer Theater, schmucklos, hier und da Kisten und Koffer, die durch zahlreiche Transporte ramponiert sind. Mittendrin stehen 14 Topmanager einer Telekommunikationsfirma im korrekten Business Dress. Bis vor wenigen Minuten hat jeder von ihnen routiniert sein Tagesgeschäft bewältigt. Jetzt herrscht erwartungsvolle Spannung. Die Manager der Ewe Tel Oldenburg waren Teilnehmer der Premiere eines Management-Workshops mit Orchester, das die Weinreich Unternehmensberatung GmbH gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen entwickelt hat. Die Begegnung mit der fremden Welt ist für die Teilnehmer bereits beim Betreten der Räume spürbar. Nach der Begrüßung findet eine knappe Einführung in den Aufbau und die Funktion des Orchesters statt.

Die Teilnehmer ziehen spontan Vergleiche zum eigenen Berufsalltag: 'Gibt es Hierarchien im Orchester?' 'Was bedeutet der Unterschied zwischen erster und zweiter Geige?' 'Warum sitzen die Musiker im Orchester so, wie sie sitzen?' Fragen, die zunächst nur knapp beantwortet werden können, denn schon wenige Minuten später geht es weiter. Die Teilnehmer werden durch die Probenräume des Orchesters geführt, in denen die einzelnen Stimmen Geigen, Bläser, Schlagzeuger etc. unter der Anleitung des jeweiligen Stimmführers proben.

Wieder im Workshop-Raum angekommen werden die Eindrücke, moderiert durch Workshop-Leiter Uwe Weinreich und Carmen Hirschbach, ausgetauscht. Viele Teilnehmer sind fasziniert. Aber es gibt auch kritische Anmerkungen: 'Die Musiker arbeiten ineffizient.' 'Warum diskutieren die so lange über einzelne Passagen?' 'Wird der Stimmführer eigentlich als Führungskraft ernst genommen, wenn er sich so viel Kritik gefallen lässt?'
Autor(en): Carmen Hirschbach, Petra Schomburg
Quelle: management&training 06/03, Juni 2003, Seite 16-18
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