Management

Führungskräfteentwicklung bei Wilo

Fördern ohne Grenzen

Jeder Manager entscheidet selbst, in welche Richtung er sich qualifiziert. Wie sehr er sich für seine Entwicklung engagiert. Und welche Wege er dabei wählt. Kann ein PE-Konzept, das diesen Prinzipien folgt, funktionieren? Zumal über Ländergrenzen hinweg? Der Pumpenhersteller Wilo will es wissen. Ein Einblick in eine innovative Maßnahme, die Selbstverantwortung ernst nimmt.
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Ein kleiner Junge fragt seinen Vater: 'Manager entwickeln? Wie soll das denn gehen? Die sind doch schon erwachsen!' Der Vater: 'Stimmt, wir helfen den Managern daher auch nur dabei, sich selbst zu entwickeln.' Darauf der Knirps, weise nickend: 'Das könnte vielleicht funktionieren.' …

Diese kleine Geschichte hören 25 Manager des Pumpenherstellers Wilo im Frühjahr 2013 im getäfelten Tagungsraum eines Essener Schlosshotels. Aus elf Ländern stammen die 23 Männer und zwei Frauen – und die Anekdote stimmt sie auf das ein, was sie in den kommenden 18 Monaten erwartet: ein Programm zur Führungskräfteentwicklung. Aber keine Schulung, bei der Trainer im Vorhinein festgelegt haben, was gelernt werden soll. Kein Klassenraumseminar mit Input von vorne. Sondern eine Maßnahme, die die Teilnehmer selber gestalten. Eigenverantwortlich. Frei. Mit selbstdefinierten Zielen und auf selbst gewählten Wegen. Der dahinterstehende Gedanke: Was er für sich braucht und was ihm fehlt, wie viel zeitlichen Einsatz er in 18 Monaten bringen kann, und was er erreichen möchte – das weiß jeder einzelne Manager selbst am besten.

Nur die Eckpfeiler des Programms sind vorgegeben: Die Wilo-Führungskräfte sollen zusammenarbeiten und sich untereinander vernetzen. Die erfahrenen Manager unter ihnen sind aufgefordert, sich in einem jeweils für sie fachfremden Projekt einzubringen. Als Reisegepäck erhalten alle Teilnehmer einen USB-Stick mit Tools, Methoden und Übungen, aus deren Auswahl sie sich frei bedienen können. Verbindlich in puncto Methoden ist nur das Mentoring sowie –für einen Teil der Gruppe – die Arbeit mit dem 360-Grad-Feedback und der Kollegialen Beratung.

Das Konzept ist ein Wagnis: Wie werden die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Kulturkreisen zum Beispiel auf die Methode der Kollegialen Praxisberatung reagieren, bei der eigene Schwächen offen auf den Tisch gelegt werden?

Extras:
  • Abgeleitet aus der Unternehmensstrategie: Die zwölf Managementkompetenzen bei Wilo
  • Literaturtipps: Hinweise auf zwei Fachartikel über interkollegiales Coaching
Autor(en): Alper Elbasi, Claudia Harss
Quelle: managerSeminare 191, Februar 2014, Seite 62-67
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