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Familienbewusste Personalpolitik

Unternehmen wetteifern um Familienfreundlichkeit

Viele Unternehmen betrachten Familienfreundlichkeit theoretisch als Wettbewerbsvorteil. Doch an der Praxis hapert es oft. Es gibt nur wenige Firmen, die in diesem Bereich wirklich vorbildlich handeln. Beispiele hierfür sind die Gewinner des Bundeswettbewerbs, die echte Familienorientierung in mutigen und pfiffigen Konzepten ganzheitlich umgesetzt haben.
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Um Unternehmen und ihre Beschäftigten bei der Suche nach guten Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familien und Beruf zu unterstützen und beispielhafte Modelle bekannt zu machen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im vergangenen Jahr einen bundesweiten Wettbewerb durchgeführt. Unternehmen und Institutionen waren aufgerufen, ihre Maßnahmen, Beispiele, Initiativen und Lösungen zur Familienfreundlichkeit vorzustellen. Dabei setzte der Bundeswettbewerb 2000 durch seine Schwerpunktthemen zukunftsweisende Akzente: Ausgezeichnet wurden Betriebe, die mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt Väter ansprechen und mit Telearbeit familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen.

'Die zahlreichen, sehr qualifizierten Bewerbungen machen deutlich, dass Familienorientierung, Telearbeit und Väterförderung wirtschaftlich relevante Themen sowie entscheidende Kriterien des betrieblichen Erfolges sind und es in der Zukunft mehr denn je sein werden', so die Bundesministerin Dr. Christine Bergmann. Alle schriftlichen Bewerbungen wurden zunächst gesichtet und eingeschätzt. Eine Jury, zusammengesetzt aus führenden Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Tarifpar-teien, Frauenverbänden und der Presse, begutachtete anschließend die Betriebe zum Teil vor Ort und wählte dann gemeinsam die Preisträger aus.

Die Palette der praktischen Nutzung von Technik zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist groß: Sie reicht von interner Information der Mitarbeiter mittels Telekommunikation, über gelegentliche Erledigung einiger Arbeiten zu Hause und Übermittlung der Ergebnisse in den Betrieb per Internet bis hin zur Gründung virtueller Unternehmen, in denen die Beschäftigten überwiegend in den eigenen vier Wänden arbeiten und man sich nur wöchentlich zu Besprechungen trifft.
Autor(en): Alexandra Wachendorfer
Quelle: management&training 12/01, Dezember 2001, Seite 12-15
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