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Qualität selbst organisieren

Evaluation der Weiterbildung

Damit Unternehmen zukunftsorientiert agieren können, müssen Lösungen gefunden werden, bevor Probleme akut werden. Doch das heißt: Der Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen läßt sich nicht im Nachhinein von übergeordneten Instanzen kontrollieren. Über Art und Qualität von Weiterbildungsmaßnahmen müssen selbstorganisiert und eigenverantwortlich die betroffenen Mitarbeiter entscheiden können, denn sie alleine haben die entsprechende, weil unmittelbare Kompetenz.

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Während allenthalben das Kontroll- und Überprüfungsdenken auf dem Rückzug ist, wird von sogenannten Managementandragogen die neue Illusion des Bildungscontrolling vermarktet. Diese Tendenz geht nicht nur mit einem Rückfall hinter den erziehungswissenschaftlichen Erkenntnisstand einher, sie ignoriert auch die Botschaft der neueren Führungs- und Managementtheorien: Nicht in einem „Mehr-desselben” (Watzlawick) - mehr Kontrolle, mehr Überprüfung usw. - liegt die Lösung der Probleme, sondern nur von einer umfassenden Qualitätssensibilisierung aller Beteiligten. Diese zu entwickeln ist Aufgabe des Managements der betrieblichen Weiterbildung.

Eine solche selbstorganisierte Qualitätssicherung geht einher mit einem Vertrauen in die eigenen Kräfte. Wo man sich früher auch in der betrieblichen Weiterbildung von externen Experten und Beratern abhängig machte, ist man nunmehr wieder selbst zuständig und verantwortlich für die Qualität und Effektivität des eigenen Tuns. Es ist kein Wunder, daß viele selbsternannten Managementandragogen und Organisationsentwickler diese Entwicklung in Richtung Selbstorganisation mit Sorge beobachten, konnten sie sich doch bislang in Dauerberatungsprojekten recht gut etablieren und von der bewußt erzeugten Beratungsabhängigkeit ihrer Klienten profitieren. Das Gerede über Bildungscontrolling muß deshalb auch als Strategie verstanden werden, neue Abhängigkeiten zu schaffen und mit uneinlösbaren Versprechungen Geschäfte zu machen. Den Betrieben kann nur geraten werden, sich auf sich selbst zu verlassen und bei der Lösung von Evaluierungsproblemen den Erkenntnisstand der Erziehungswissenschaft bzw. der wissenschaftlichen Betriebspädagogik und der Erwachsenenbildungswissenschaft zu berücksichtigen. Diese arbeiten zwar mit weniger spektakulären Begriffen, dafür haben sie aber auch kein geschäftspolitisches Interesse an dem Fortdauern von Beratungs- und Hilfeabhängigkeit. Das Leitmotiv der abendländischen Pädagogik ist nämlich der Bildungsbegriff, und Bildung von Menschen und Organisationen bedeutet, deren Selbständigkeit und Selbstorganisationsfähigkeit zu fördern.

Diese Überlegungen sollen im folgenden mit vier Thesen präzisiert werden (vgl. Arnold 1993 b). Dabei soll auch auf die Fragen eingegangen werden, die die Praktiker häufig stellen…

Autor(en): Prof. Dr. Rolf Arnold
Quelle: managerSeminare 18, Januar 1995, Seite 96 - 102, 17887 Zeichen

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