Management

Epiktet in der Serie Philosophie für Manager

In der Gelassenheit liegt die Kraft

Die laue Konjunktur, die starke Konkurrenz, die hohe Steuerlast ... Manager, die mit solchen Widrigkeiten hadern, verschwenden ihre Energie, würde der römische Stoiker Epiktet sagen. Denn das, worauf wir keinen Einfluss haben, sollten wir gleichmütig hinnehmen. Wie sich diese und andere Erkenntnisse Epiktets auf den Managementalltag übertragen lassen, zeigt der erste Teil unserer Philosophenserie.
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Die Stimmung der Sitzungsteilnehmer ist gedämpft. Vielen Führungskräften steht Resignation, teils sogar Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Die Umsätze des mittelständischen Unternehmens sind im vergangenen Quartal noch einmal deutlich eingebrochen. Wieder wurden Marktanteile an die Konkurrenz verloren. Der Geschäftsführer erhebt sich und schaut in die Runde. Ein Lächeln umspielt seine Lippen, er strahlt Zuversicht aus: 'Meine Herren, wir stehen vor einer großen Herausforderung. Nutzen wir sie, um besser zu werden.'

Der Geschäftsführer hält es mit dem Stoiker Epiktet, der bereits vor 1.900 Jahren die Erkenntnis formulierte: 'Es sind nicht die Dinge, die uns unglücklich machen, es ist unsere Sicht der Dinge'. Diese erstaunlich moderne Einsicht beinhaltet - und dies ist zentraler Punkt der Lehre Epiktets -, dass der Mensch in der Bewertung seiner Situation, eines Ereignisses, eben aller äußeren Dinge, per se frei ist. Er hat z.B. die Wahlentscheidung, einen Umsatzeinbruch wie der Zirkel der Führungskräfte als Menetekel für den eigenen Untergang anzusehen oder diesen wie der Geschäftsführer als Herausforderung zu betrachten, an der das Unternehmen und die eigenen Mitarbeiter wachsen können.

Extras:
  • Ausführliche Hintergrundinformationen zu Leben, Werk, Philosophenschule, Lehre und Wirkung des Philosophen Epiktet
  • Literaturtipp: Kurzrezension eines Buches zu Leben, Werk und Wirkung des Stoikers Epiktet
Autor(en): Christa Mesnaric
Quelle: managerSeminare 94, Januar 2006, Seite 26-28
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