Lernen

Die Qual der Tagungsstättenwahl

Tagen mit Atmosphäre

Tagungshotels gibt es viele. Aber nicht alle sind bei der Tagungsklientel beliebt. Grund genug, sich die Erfolgsrezepte einiger Häuser genauer anzusehen. Ein Ergebnis der Erfolgsschau: Auf das Ambiente kommt es an.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Was zeichnet ein gutes Tagungshotel aus? Befragt man Experten wie Trainer, Tagungsveranstalter und Hoteliers, fällt immer wieder ein Stichwort: Atmosphäre. Wie aber schafft man Atmosphäre? Zum Beispiel mit der fernöstlichen Harmonielehre Feng Shui. Darauf zumindest baut der Schindlerhof im fränkischen Boxdorf.

Denn nach Ansicht von Nicole Kobjoll, die im Schindlerhof u.a. für die Bereiche Innovation und Trendscouting verantwortlich ist, lässt sich mit Feng Shui ein Höchstmaß an Wohlbefinden erzielen. Und das ist es, was das Tagungshotel will. „Die Parole unserer Tagungskultur lautet Wohlfühlen“, erläutert Nicole Kobjoll.

Verwirklicht ist der Gedanke etwa in der schlichten geometrischen Architektur des Tagungsgebäudes DenkArt, das größtenteils aus natürlichen Materialien wie Holz und Glas gebaut ist. Fortgesetzt wird der Gedanke auch innerhalb der Tagungsräume. Mit Lampen und Tafeln, die drei Mal am Tag die Farbe wechseln, soll etwa die Lernbereitschaft der Seminarteilnehmer stimuliert werden: Morgens leuchten sie grün, mittags orange und abends rot.

Auf ähnlich subtile Weise sollen Düfte und Musik, die in der Tagungsumgebung eingesetzt werden, das Lernverhalten beeinflussen. Das auf den ersten Blick eher ungewöhnliche Konzept scheint Erfolg zu haben. Zumindest wurde der Schindlerhof im Wettbewerb „Ausgewählte Tagungshotels zum Wohlfühlen“ zum fünften Mal auf den ersten Platz gewählt.

Aufgestellt wird das jährliche Ranking von der gleichnamigen Initiative, die seit zehn Jahren einen Hotelführer veröffentlicht. „Ziel ist es, den unübersichtlichen Markt der Tagungshotels transparenter zu machen“, erklärt Projektleiter Thomas Karsch das Anliegen der Initiative. Denn die Tagungsgäste sollen sicher sein, dass ihre Bedürfnisse und Ansprüche von den Hoteliers tatsächlich erfüllt werden: „Denn noch immer gibt es Hotels, die stellen einen Overheadprojektor in ein Nebenzimmer, und nennen sich fortan Tagungshotel“, so Karsch. Für Verwirrung sorgen zudem die verschiedenen Kataloge für Tagungshotels, in die man sich einkaufen kann, ohne überprüft zu werden.
Autor(en): Almut Heyder
Quelle: managerSeminare 94, Januar 2006, Seite 4-5
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben