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Diagnose von Soft Skills

Mit Kritik positiv umgehen

Der folgende Beitrag stellt anhand von konkreten Praxiserfahrungen aus dem Unternehmen Berner GmbH und Bosch die Wirkungsweise der Trainingsmethode GRID, des sogenannten Verhaltensgitters nach Blake und Mouton, vor.
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Die Berner GmbH, Experte für Verbindungstechnik und Direktvertreiber von technischen Verbrauchsgütern und Werkzeugen, umfasst 21 Vertriebs-Gesellschaften in 165 Ländern und je eine Produktionsgesellschaft in der Schweiz und in Taiwan. Mit insgesamt 5.621 Mitarbeitern und 25.000 Artikeln erreichte die Gruppe im Geschäftsjahr 2000 1,1 Milliarden (plus fünf Prozent) Umsatz, der zu mehr als 60 Prozent von den ausländischen Berner-Gesellschaften bestritten wurde. Doch wie erreicht es dieses international ausgerichtete Unternehmen, dass die Mitarbeiter eine gemeinsame Sprache sprechen?

Zuallererst gibt es natürlich ein Unternehmensleitbild. Jeder Mitarbeiter erhält es als Richtschnur mit zehn Grundsätzen, die durch straff formulierte Schwerpunkte erläutert werden. Die Basis-Formel der Berner lautet: 'Partnerschaftlich, professionell, verantwortungsvoll.' Wie hat es das Unternehmen gemacht, dass hieraus keine Schreibtischschläfer, sondern echte Orientierungspunkte entstanden sind, von denen der Vorsitzende der Geschäftsführung, Mario Ferretti, heute sagt: 'Unser Unternehmensleitbild gibt uns Orientierung für alle unsere Aktivitäten und Vorhaben im Sinne einer Normen-Werte-Basis.'

Ferretti begegnete bereits vor fast zehn Jahren der GRID-Methode der Amerikaner Blake und Mouton: Ein Verhaltenstraining, in dem sich die Teilnehmer mit Hilfe eines Gitter(GRID)-Rasters selbst beurteilen lernen. Da jeder Mensch im Arbeitsprozess sowohl aufgaben- als auch personenorientiert handelt, ergibt sich erst aus der Interaktion dieser beiden Dimensionen das eigentliche Führungsverhalten. Die dafür entwickelte Methode der 'Selbstbestimmung' und 'Fremdbestimmung' durch die Mitarbeiter erleichtert das Erkennen von Fehlverhalten. Denn zwischen dem Bild, das sich eine Führungskraft von sich selbst macht und dem, wie sie vom Mitarbeiter gesehen wird, liegen oft Welten.
Autor(en): Rosemarie Fiedler-Winter
Quelle: management&training 04/02, April 2002, Seite 18-19
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