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Der rADAR Canvas
Der rADAR Canvas

Selbstführung auf der Leinwand

Führungskräfte sind Führungsprofis – nur eine Person führen sie häufig nicht: sich selbst. Im hektischen Führungsalltag fällt die Formulierung persönlicher (Entwicklungs-)Ziele oft unter den Tisch. Die Folge ist Orientierungslosigkeit und ein Gefühl der Getriebenheit. Thorsten Reitz und André Häusling haben ein visuelles Selbstführungstool für jene entwickelt, die meinen, keine Zeit für Selbstführung zu haben: den rADAR Canvas. Mit begrenztem Aufwand und etwas Disziplin kann er Führungskräften zu Karte und Kompass werden.

Preview

Hintergrund: Warum so viele Führungskräfte sich nicht selbst führen

Nutzen: Wie der Canvas zur Landkarte des eigenen Lebens wird

Kurzbeschreibung: Wie der Canvas aufgebaut ist

Vorbereitung: Wie sich mit dem Canvas sofort loslegen lässt

Durchführung: Worauf beim Ausfüllen der Felder zu achten ist

Weiterarbeit: Wie der Canvas zum regelmäßigen Begleiter wird

Typische Stolperfallen: Woran die Arbeit mit dem Canvas scheitern kann und wie sich das vermeiden lässt

Cover managerSeminare 335 vom 30.01.2026Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 335

Hintergrund

Es ist paradox: Führungskräfte sind Expertinnen und Experten darin, andere Menschen zu führen. Souverän unterstützen sie sie dabei, Ziele zu definieren, Aufgaben zu priorisieren, sich selbst und ihre Arbeit besser zu organisieren, ihre Talente zu entfalten und mit ihren Schwächen umzugehen. Nur einen Menschen aus ihrem Team vernachlässigen sie in puncto Führung oft völlig: sich selbst.

Diese Form der systematischen Selbstvernachlässigung ist Symptom einer Arbeitswelt, die insbesondere von Führungskräften immer mehr abverlangt: Agil und stabil, visionär und operativ, empathisch und durchsetzungsstark sollen sie sein. Erwartungen von oben, unten und der Seite zerren an ihnen. Die Kalenderwoche? Durchgetaktet. Die To-do-Liste? Endlos. Fürs „Selbst“ – für die Selbstführung – bleibt da schlicht und einfach keine Zeit.

Zwar gibt es genug (gute) Coachs, die dabei unterstützen können, die oder der passende will aber erst einmal gefunden werden, und dann geht es mit dem zeitlichen Invest erst richtig los. Coaching ist kein Sprint, sondern ein langer Lauf. Zwar gibt es auch Coaching-Kurzformate, bei so komplexen Themen wie Selbstführung greifen diese aber eher zu kurz. Ähnlich verhält es sich mit den vielen Selbstreflexionsmethoden, die kursieren. Entweder sind sie so gestrickt, dass sie recht schnell wirken, aber eher oberflächliche Impulse liefern. Oder sie zielen auf tiefere Wirkung ab, erfordern dann aber viel Lese-, Schreib-, Denk- und Reflexionsarbeit. Sie konsequent „durchzuziehen“, wenn man „nebenbei“ noch eine Führungsrolle auszufüllen hat, erscheint oft illusorisch.

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