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Beitrag von Thorsten Reitz und André Häusling aus managerSeminare 335, Februar 2026
Hintergrund: Warum so viele Führungskräfte sich nicht selbst führen
Nutzen: Wie der Canvas zur Landkarte des eigenen Lebens wird
Kurzbeschreibung: Wie der Canvas aufgebaut ist
Vorbereitung: Wie sich mit dem Canvas sofort loslegen lässt
Durchführung: Worauf beim Ausfüllen der Felder zu achten ist
Weiterarbeit: Wie der Canvas zum regelmäßigen Begleiter wird
Typische Stolperfallen: Woran die Arbeit mit dem Canvas scheitern kann und wie sich das vermeiden lässt
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 335
Es ist paradox: Führungskräfte sind Expertinnen und Experten darin, andere Menschen zu führen. Souverän unterstützen sie sie dabei, Ziele zu definieren, Aufgaben zu priorisieren, sich selbst und ihre Arbeit besser zu organisieren, ihre Talente zu entfalten und mit ihren Schwächen umzugehen. Nur einen Menschen aus ihrem Team vernachlässigen sie in puncto Führung oft völlig: sich selbst.
Diese Form der systematischen Selbstvernachlässigung ist Symptom einer Arbeitswelt, die insbesondere von Führungskräften immer mehr abverlangt: Agil und stabil, visionär und operativ, empathisch und durchsetzungsstark sollen sie sein. Erwartungen von oben, unten und der Seite zerren an ihnen. Die Kalenderwoche? Durchgetaktet. Die To-do-Liste? Endlos. Fürs „Selbst“ – für die Selbstführung – bleibt da schlicht und einfach keine Zeit.
Zwar gibt es genug (gute) Coachs, die dabei unterstützen können, die oder der passende will aber erst einmal gefunden werden, und dann geht es mit dem zeitlichen Invest erst richtig los. Coaching ist kein Sprint, sondern ein langer Lauf. Zwar gibt es auch Coaching-Kurzformate, bei so komplexen Themen wie Selbstführung greifen diese aber eher zu kurz. Ähnlich verhält es sich mit den vielen Selbstreflexionsmethoden, die kursieren. Entweder sind sie so gestrickt, dass sie recht schnell wirken, aber eher oberflächliche Impulse liefern. Oder sie zielen auf tiefere Wirkung ab, erfordern dann aber viel Lese-, Schreib-, Denk- und Reflexionsarbeit. Sie konsequent „durchzuziehen“, wenn man „nebenbei“ noch eine Führungsrolle auszufüllen hat, erscheint oft illusorisch.