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Coaching

Die fünf Phasen des Entwicklungsprozesses

Die einzelnen Phasen der Coaching-Arbeit und ihre praktische Umsetzung werden in diesem Beitrag methodisch erläutert. Werner Vogelauer schildert einen fünfphasigen Ablauf, wobei sich jedes einzelne Gespräch sinnvollerweise in mehrere Abschnitte gliedert. Diese Anregungen sind für alle Beteiligten am Coaching-Prozess eine wertvolle Praxishilfe.
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Ich nutze in meiner Coaching-Arbeit im umfassenden Sinne einen fünfphasigen Ablauf. Dieser ist nicht identisch mit den Einzelgesprächen mit dem Coaching-Kunden. Jedes Gespräch selbst unterteilt sich sinnvollerweise in mehrere Abschnitte, die nicht rigide gehandhabt werden, jedoch eine überschaubare Struktur auch für den Coaching-Kunden ergeben. Die fünf Phasen ergeben sich aus den zentralen Themen des Coachingprozesses:

1. Einstiegs- und Kontaktphase
Der Coaching-Kunde kommt mit seinem Anliegen über einen Dritten direkt auf den Coach zu beziehungsweise wird vermittelt. In der Einstiegsphase beschreibt der Kunde sein Problem oder über ein Zusammentreffen der beiden ergibt sich zufällig das Thema, und es wird ein Einstiegsgespräch zum Coaching daraus.

Ein Beispiel: Vor einiger Zeit rief mich eine Führungskraft an, er habe gehört, dass ich Coach bin und Coaching mache. Nun möchte er von mir wissen, ob das für ihn geeignet sei. Ich erzählte ihm kurz, was Coaching für mich ist und was man beispielsweise machen und erreichen könne. Wir verabredeten uns zu einem kurzen persönlichen Gespräch, um einander kennen zu lernen, die Ausgangssituation und gewünschte Ergebnisse zu besprechen, vielleicht auch über Ablauf, Art und Zeit(dauer) des Coaching zu reden. Ich legte ihm auch jene Unterlage im allgemeinen Zustand vor, die ich nach Spezifizierung mit dem jeweiligen Coaching-Kunden als schriftliche Vereinbarung für beide Seiten verwende. Dabei besprachen wir die eine oder andere Unklarheit. Wir sprachen auch über zeitliche Möglichkeiten, Finanzen, Ort der Gespräche und wichtige Inhalte. Dieses Gespräch dauerte etwa eine Stunde. Ich halte dies als wichtige beidseitige unverbindliche und freibleibende Möglichkeit, auch auszusteigen und das Coaching nicht zu beginnen.
Autor(en): Dr. Werner Vogelauer
Quelle: management&training 04/00, April 2000, Seite 20-27
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