Beiträge m&t

Change Management

Wenn die Motivation auf der Strecke bleibt

Veränderungen im Unternehmen bedeuten auch immer Veränderungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Warum in vielen Unternehmen die Mitarbeiter nach einem Change Management-Prozess unmotiviert sind und was das Management dagegen tun kann, beschreibt Ingo Weinreich in seinem Beitrag.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Im Zuge der heutigen Wandlungserfordernisse orientieren sich Unternehmen stark auf die Beherrschung technologischer, organisatorischer und logistischer Veränderungsprozesse. Im Fokus der Veränderungsvorhaben liegt die Neuausrichtung der Aufbau- und Ablauforganisation zur Optimierung des Wertschöpfungsprozesses.

Dieses Change Management klammert dabei jedoch oftmals den Faktor Mitarbeiter ganz aus. Abgesehen von zum Teil erheblichem Personallabbau gibt es kein wirkliches Konzept zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Motivation der Belegschaft in bewegten Zeiten.
Das diesem Veränderungsansatz ein logischer Fehler unterliegt, wird zunehmend wahrgenommen. Schließlich verbleiben am Ende eines Gesundschrumpfungsprozesses auch 'Überlebende' im Unternehmen, die (mehr) Leistung bringen müssen, höher belastet werden und - trotz des offenen Bruchs ihres psychologischen Vertrages ('Hier bin ich sicher!'; 'Hier kann ich mich entwickeln!') - sich weiter im Unternehmen engagieren (motivieren) sollen.

Ein schriftlich fixierter Arbeitsvertrag ('Leistung gegen Cash') erzeugt dann keineswegs mehr die problemlose Abforderung und Hingabe dieser Leistung. Die Unternehmen stürzen im schlimmsten Fall noch tiefer in die Krise.

Wenn es Ziel eines Betriebes ist, eine Optimierung der Wertschöpfung zu erreichen, so ist der sorgsame Umgang mit den Mitarbeitern nicht nur eine Frage ethisch begründeter Verantwortung. Für die Unternehmenspolitik werden Gesundheit und die dauerhafte Erhaltung der kreativen Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zum elementaren Gestaltungsauftrag.
Autor(en): Dr. Ingo Weinreich
Quelle: management&training 06/02, Juni 2002, Seite 32-33
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben