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Beratung und Qualifizierung

'Ich bin doch nicht verrückt'

Coaching ist als Beratungsleistung kaum zu durchschauen. Der Begriff wird für beinahe jede Art von Beratung genutzt. Führungskräften fehlt hier die Transparenz und es wächst der Unmut über manchen Etikettenschwindel. Über die Möglichkeiten und Grenzen des Coaching als Instrument der Personalentwicklung diskutierten Personalentwickler und Berater in einem Round-Table-Gespräch mit management & training.
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management & training: Kaum ein Beratungsangebot ohne den Zusatz 'Coaching'. Wie ist die allgemeine Akzeptanz von Coaching in deutschen Unternehmen?

Rauen: Während Coaching früher eher mit Therapie assoziiert wurde, wird heute darin eine Leistung zur Verbesserung der Führungskompetenz gesehen. Das wird zunehmend akzeptiert. Ich glaube aber nicht, dass die Führungskräfte inkompetenter geworden, sondern offener für Beratung. Besonders unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzt sich die Überzeugung durch, dass in bestimmten Bereichen Beratung unerlässlich ist.

Stienen: Wenn es im Unternehmen schon erfolgreiche Menschen gibt, die gecoacht werden und das offen legen, ist die Akzeptanz im Umfeld schnell gesichert.
Waldschmidt: Die Akzeptanz von Coaching hängt stark von der Persönlichkeit eines Menschen ab. Ich könnte mir vorstellen, dass es Führungskräfte gibt, bei denen es nicht zum Image passen würde, auf einmal einen Coach an der Seite zu haben. Andere sehen darin aber Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern.

Tomaschek: Ich arbeite vorwiegend im Mittelstand und sammle dort positive Erfahrungen. Ein Mittelständler kann sich Stillstand nicht leisten. Somit ist hier eine Situation gegeben, in der Unternehmen gern Coaching einsetzen, und in der Regel findet hier eine konstruktive, effektive und positive Arbeit statt. Ich glaube, im Mittelstand gibt es noch ein großes unentdecktes Feld, dem sich viele Coaches gar nicht annehmen, weil sie nur nach den Großunternehmen schielen.
Autor(en): Silvia Breyer
Quelle: management&training 07/03, Juli 2003, Seite 22-25
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