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Bild zum Beitrag Automatisierung von Wissensarbeit
© jim / fotolia

Künstliche Konkurrenz

Automatisierung von Wissensarbeit

Big Data machen es möglich: Ärzte, Manager und Personaler bekommen Konkurrenz durch intelligente Software. Wissensarbeit wird fortan vom Computer erledigt. Nicht nur schneller, sondern häufig auch zuverlässiger. Was die Automatisierung von Wissensarbeit für unsere Jobs bedeutet, zeigt managerSeminare anhand von Beispielen.

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Ein Arztbesuch im Jahr 2025: Der Patient betritt das Behandlungszimmer und verkündet 'Ich glaube, ich habe eine Grippe'. Der Arzt untersucht ihn und diktiert die Symptome in sein Handy. Von dort aus werden die Daten zu einem Supercomputer gefunkt, der die Patientenakte sichtet, Medizin-Datenbanken und Internetquellen durchforstet. Dabei fallen dem Rechner zwei Dinge auf: Der Patient kommt immer zu dieser Jahreszeit mit ähnlichen Symptomen in die Praxis. Außerdem berichtet eine Lokalzeitung in ihrer Online-Ausgabe über eine außergewöhnlich starke Besenkraut-Blüte in der Gegend. Sekunden später sieht der Arzt auf seinem Handy die Diagnose: 'Der Patient ist gegen Besenkraut allergisch.'

Science-Fiction? Keineswegs. Die US-Krankenversicherung WellPoint arbeitet schon an einer solchen Diagnosehilfe, eingesetzt werden soll der IBM-Supercomputer Watson. Der Alleswisser hatte zuletzt für Wirbel gesorgt, als er in der US-Quizshow 'Jeopardy!' alle menschlichen Gegner ausstach. Nun soll er dabei helfen, Husten von Herzanfall zu unterscheiden. Und das könnte erst der Anfang sein, denn in immer mehr Bereichen übernehmen Computerprogramme Aufgaben, für die bisher ein menschlicher Spezialist nötig war. Sie stöbern für Anwälte in Gerichtsakten, sie finden für den Banker die Aktie mit der besten Kurschance, sie nehmen dem HRler die Personalauswahl ab.

Damit könnte auf manche Wissensarbeiter zukommen, was Fabrikarbeiter schon vor Jahrzehnten erlebt haben – eine Maschine übernimmt den Job. In den USA redet man deshalb schon vom Angriff der 'White Collar Robots', der Roboter mit den weißen Kragen. Nigel Rayner, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Gartner, bringt die Prognose auf den Punkt: 'Das meiste, was Manager, Finanzchefs oder Vorstände heute tun, werden in Zukunft Maschinen erledigen – und zwar besser.'

Extras:

  • Die bedrohte Mitte: Welche Jobs unsicher sind
  • 'Technikwissen allein reicht nicht mehr': Der US-amerikanische Arbeitsmarktforscher David Autor im Interview
  • Literaturtipp: Hinweis auf einen Fachartikel über die Arbeitswelt von morgen

Autor(en): Constantin Gillies
Quelle: managerSeminare 182, Mai 2013, Seite 42 - 46 , 15744 Zeichen
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