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Außergewöhnlich entwickeln

Bach & Business

Jeder Mensch hat innere Gestalten, die ihn steuern und beeinflussen. Wer dieses 'innere Team' kennt, kann es im Idealfall wie ein Dirigent zu kunstvollem Zusammenspiel anleiten. Einen ersten Schritt dahin bietet das Management Centrum Schloss Lautrach mit Hilfe von Musikmeditation, Training und Coaching.
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Ein heller Raum mit glänzendem Holzboden, hohen Fenstern und einer barocken Stuckdecke: Im 'Zen-Sitz' knien schweigend Frauen und Männer. Manche mit geschlossenen Augen, bei anderen geht der Blick ins Leere. Aus den Lautsprechern einer Stereoanlage ertönt Bach.

Die Verbindung von Musik mit Managementtraining, ein neues Seminarangebot des Management Centrum Schloss Lautrach, hat sechs Führungskräfte ins Benediktinerkloster Ottobeuren geführt. Sie wollen hier dem anstrengenden Berufsalltag entfliehen und 'Stress abbauen'. Denn die Resonanzen, die die Musik in der Seele auslöst, sollen - so die Seminarbeschreibung - den Einzelnen unterstützen, zu unentdeckten Teilen des Unbewussten zu gelangen.

Und was lernt die Führungskraft von Johann Sebastian Bach? Diszipliniertes Arbeiten für die Vision? Wer sein Gesamtwerk an einem Stück hören wollte, bräuchte sieben Tage. Spielerische Kreativität? Eine musikalische Synthese zwischen weltlichen Freuden und spirituellen Botschaften schuf der Vater einer 20-köpfigen Kinderschar.

Die Frage, was nun Bach mit Business zu tun hat, stellt sich am ersten Tag immer wieder, da das Loslassen der gewohnten Geschäftigkeit noch schwer fällt. Die morgendliche Meditation unter Leitung des Musikpädagogen entführt zwar in angenehme Entspannung, danach meldet sich jedoch bei den meisten wieder der Zwang zu 'zweckmäßigem' Tun. Ablenkung wird in den Pausen nicht geboten: kein Radio und kein Fernsehen, schlechter Mobilfunkempfang. Wie die Beschäftigung mit den unbekannten Anteilen der Persönlichkeit aussehen wird, bleibt zunächst im Unklaren. Offenbar hilft dabei bewusstes Nachdenken wenig.
Autor(en): Sibylle Nagler-Springmann
Quelle: management&training 01/04, Januar 2004, Seite 20-21
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