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Assessment-Center

Augen auf, Beobachter!

Für viele Großunternehmen ist das Assessment-Center (AC) das geeignete diagnostische Instrument, um passende Nachwuchskräfte zu finden und zu fördern. Oft wird dabei die enorme Wichtigkeit eines intensiven Beobachtertrainings sträflich vernachlässigt. Unser Zehn-Punkte-Katalog zeigt, wie Sie Assessoren erfolgreich schulen.
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Lediglich eine kurze Einführung für die Assessoren in die Materie gefährdet den Erfolg des ACs und provoziert kostspielige Fehler. Die Beobachtung des Verhaltens der Teilnehmer sowie die auf dieser Grundlage erfolgten Beurteilungen sind neben der sach- und fachgerechten Erstellung der AC-Übungen zentrale Voraussetzungen für das positive Ergebnis des Auswahlverfahrens. Daher darf auf ein umfassendes Training der Assessoren nicht verzichtet werden. Schließlich sind es die Assessoren, von denen die Effektivität und das Klima eines ACs abhängen.

Stellen sie einen doppelt so großen Pool an Beobachtern zusammen, wie er bei der Durchführung benötigt wird. Das gibt Ihnen größere Flexibilität und Handlungsspielraum. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Beobachter vor dem AC ausfällt oder bei einem AC zu einem späteren Zeitpunkt auf andere Beobachter zurückgegriffen werden soll.

Als Assessoren sollen grundsätzlich nur Führungskräfte aus der Linie rekrutiert werden, die ein bis zwei Positionen oberhalb des Kandidaten sind und verantwortlich für Personalentscheidungen sind. Sie dürfen nicht persönliche Vorgesetzte der Kandidaten sein. Es gibt Unternehmen, die ihre AC-Kandidaten nicht nur durch Angehörige des Managements, sondern auch durch Psychologen beobachten und beurteilen lassen. Der mögliche Vorteil besteht in einer höheren Professionalität und geringeren Irrtumswahrscheinlichkeit. Der Nachteil liegt darin, dass Verantwortlichkeiten verwischt werden, das heißt die formelle Verantwortlichkeit des Managements kann sich zur informellen Verantwortung der Fachleute umwandeln.
Autor(en): Philipp Ruoff
Quelle: management&training 07/00, Juli 2000, Seite 44-47
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