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Arbeitsorganisation

Digitale Reife sieht anders aus

Obwohl der Einsatz digitaler Technologien seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in der Arbeitswelt stark zugenommen hat, sind die meisten Unternehmen noch weit davon entfernt, voll digitalisiert zu sein. Zu dieser Erkenntnis ist die Krankenkasse Barmer zusammen mit der Universität St. Gallen in einer gemeinsamen Studie unter rund 8.000 Beschäftigten gelangt. Gerade einmal neun Prozent von ihnen gaben an, den höchstmöglichen Zustand an virtueller Zusammenarbeit erreicht zu haben, sprich: in einem digitalen Vorreiterunternehmen zu arbeiten. Rund elf Prozent der Befragten würden ihr Unternehmen immerhin in der Virtualisierungsphase verorten – wovon mehr als drei Viertel nur träumen können. Sie arbeiten entweder noch gar nicht digital oder tasten sich gerade erst ans digitale Arbeiten heran. Diese eher verhaltene Annäherung an die virtuelle Welt ist dabei meist auf eine mangelhafte IT-Ausstattung sowie fehlendes digitales Know-how zurückzuführen – ein Umstand, an dem Unternehmen im eigenen Interesse dringend etwas ändern sollten. Mitarbeitende, die voll virtuell zusammenarbeiten, nehmen sich selbst nämlich laut Studienergebnissen im Schnitt sechs Prozent produktiver wahr als ihre Kollegen und Kolleginnen aus Unternehmen mit schwach ausgeprägter digitaler Reife. Und nicht nur das: Sie fühlen sich auch weit weniger unsicher, erschöpft und zwischen Arbeits- und Privatleben hin- und hergerissen.

Digitaler Reifegrad von Unternehmen
Widerstandsphase (keine virtuelle Arbeit): 11%
Vorbereitungsphase: 18%
Umsetzungsphase: 51%
Virtualisierungsphase: 11%
Volle Virtualität (ausgeprägte virtuelle Arbeit): 9%

Quelle: www.managerseminare.de; Studie „social health@work“ der Krankenkasse Barmer und der Universität St. Gallen, n=8.007, 2020.

Autor(en): Sarah Lambers
Quelle: managerSeminare 281, August 2021
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