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Arbeitsmarkt

Viele Stellenanzeigen schließen Frauen aus

In der Theorie sollen Stellenanzeigen gleichwohl weibliche als auch männliche Bewerbende ansprechen. In der Praxis gelingt das oft jedoch nicht, wie eine Analyse von Stepstone zeigt. Die Jobplattform hat 683.000 Stellenanzeigen untersucht und festgestellt, dass 50 Prozent davon männlich geprägt sind, 17 Prozent neutral formuliert und nur 32 Prozent eine weibliche Prägung vorweisen. Um herauszufinden, ob und wie stark eine Stellenanzeige eher weiblich oder männlich geprägt ist, hat Stepstone den „Genderbias Decoder“ entwickelt, der Formulierungen in Stellenanzeigen untersucht und einordnet: Enthält eine Anzeige ein bis zwei mehr männlich kodierte Wörter als weiblich kodierte, gilt sie als männlich geprägt; enthält sie sogar drei oder mehr männlich als weiblich kodierte Wörter, gilt sie als stark männlich geprägt. Dasselbe gilt umgekehrt für die weibliche Prägung. Ist hingegen die gleiche Anzahl an männlich wie weiblich kodierten Wörtern vorhanden, gilt die Stellenanzeige als ausgeglichen. Was Jobs mit Führungsverantwortung angeht, zeigt sich: Je höher die Führungsebene, um die es in der Stellenanzeige geht, desto stärker ist die männliche Prägung der Begrifflichkeiten. Beispiele für Wörter, die der Genderbias Decoder als eher männlich geprägt einordnet, sind etwa „selbstständig“, „individuell“ und „herausfordernd“. Weiblich geprägte Formulierungen umfassen Begriffe wie „engagiert“, „zuverlässig“ und „verantwortungsvoll“.

Der Genderbias Decoder kann kostenfrei genutzt werden, um herauszufinden, wie stark eine Stellenanzeige geschlechtsspezifisch geprägt ist: stepstone.de/genderbias-decoder.

Autor(en): Nathalie Ekrot
Quelle: managerSeminare 289, April 2022
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