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Übersicht AnsprechpartnerSei es durch den Fachkräftemangel,die wachsenden Anforderungen durch Digitalisierung und Globalisierung oder herausfordernde wirtschaftliche Lage – die Arbeitsbelastung hat in vielen Unternehmen zugenommen, mit spürbaren Folgen. Immer mehr Erwerbstätige fühlen sich zunehmend gestresst, erschöpft und ausgebrannt. Das geht aus zwei Studien der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor. Grundlage bilden zum einen eine im Herbst 2025 durchgeführte Befragung von 1.360 Erwerbstätigen aller Altersklassen in Deutschland, zum anderen eine Analyse von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen pflicht- und freiwillig versicherter KKH-Mitglieder mit Krankengeldanspruch aus den Jahren 2019 bis 2024.
55 Prozent der Erwerbstätigen gaben an, sich aufgrund von stressbedingten Arbeitsbelastungen erschöpft oder ausgebrannt zu fühlen.
In der Befragung berichtete jede zweite erwerbstätige Person (52 Prozent), im Arbeitsalltag unter Stress zu stehen, und dass sich dies insbesondere in den vergangenen ein bis zwei Jahren verstärkt habe. 55 Prozent gaben an, sich aufgrund der stressbedingten Belastung erschöpft oder ausgebrannt zu fühlen. 27 Prozent erklärten, sich unter dem beruflichen Druck und Arbeitsstress bereits depressiv oder niedergeschlagen gefühlt zu haben. Parallel zu dieser subjektiven Belastungslage zeigt die Auswertung der KKH, dass auch die krankheitsbedingten Ausfälle aufgrund eines diagnostizierten Burnout-Syndroms angestiegen sind: 2024 kamen auf 1.000 Versicherte der KKH insgesamt 107 Fehltage aufgrund eines Burnouts. Im Jahr 2019 waren es 26 Tage weniger (insgesamt 81 Tage). Die KKH weist in der Auswertung darauf hin, dass die tatsächlichen Ausfälle vermutlich noch höher liegen, da Burnout bislang nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt ist und häufig unter anderen Diagnosecodes erfasst wird.
Beitrag von Janine Dengel aus managerSeminare 335, Februar 2026