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Abschied von Human Resources

Humankapital. Der Begriff war 2004 Unwort des Jahres. Mit ihm wurde seinerzeit auch das englischsprachige Wort Human Resources geächtet. Denn beides reduziert den Menschen auf seinen wirtschaftlichen Nutzwert. Der Continental Konzern unter Personalvorstand und Arbeitsdirektorin Ariane Reinhart hat sich des unschönen Begriffes jetzt entledigt. Wie der Automobilzulieferer aus Hannover in seinem Geschäftsbericht zum Jahr 2014 mitteilte, heißt die Personalarbeit bei ihm neuerdings Human Relations statt Human Resources. Zum einen soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass es in der Personalarbeit nicht zuletzt um die Gestaltung von Beziehungen geht. Zum anderen will die Firma ihre Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern zum Ausdruck bringen. So, wie das im Geschäftsbericht formuliert ist, klingt es allerdings nur halb gelungen: 'Wir sehen unsere Mitarbeiter nicht als reine Ressource, sondern als Individuen, deren Fähigkeiten und Fertigkeiten in unserer Organisation als größter Wert anerkannt sind.' Wert haben demnach – einmal mehr – nicht die Individuen. Wert hat das, was sie leisten.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 208, Juli 2015
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