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360-Grad-Feedback

Wella spielt mit offenen Karten

Auf der Suche nach einem dynamischen Veränderungsinstrument war den Mitarbeitern der Abteilung Forschung und Entwicklung (F&E) der Wella AG ein Verfahren wichtig, welches den Qualifikationsbedarf am Arbeitsplatz und nicht in „virtuellen“ Prüfungen erfassen sollte. Assessment-Center und ähnliche Verfahren schieden daher aus den Vorüberlegungen aus. Man entschloss sich, für alle 75 Führungskräfte und 62 Projektleiter des Bereiches ein 360-Grad-Feedback durchzuführen. Ein Projektbericht von Christian Dries und Erik Ziebell.
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Mitarbeiterbeurteilungen sind mittlerweile Standard in der modernen Personalarbeit geworden. Sie werden in neuerer Zeit durch die so genannten Vorgesetztenbeurteilungen ergänzt, bei denen Mitarbeiter ihren direkten Vorgesetzten hinsichtlich seines Führungsverhaltens einschätzen. Das 360-Grad-Feedback geht diesen Weg konsequent weiter.

Im Rahmen heutiger Organisationsstrukturen gewinnt zum einen die Teamarbeit an Bedeutung, zum anderen werden die unternehmerischen Anstrengungen immer stärker auf die entscheidende Person ausgerichtet: den Kunden. Alle relevanten Personengruppen werden in das Einschätzungssystem einbezogen. Darüber hinaus bietet der Abgleich von Selbsteinschätzungen und antizipierten Fremdeinschätzungen der Feedback-Empfänger mit den realen Fremdbeurteilungen der Kunden, Vorgesetzten, Mitarbeiter und Kollegen die Gelegenheit zu einer Selbstbild-Fremdbild-Analyse. Diese wiederum stellt eine einzigartige Chance zur Förderung der Motivation für weitere Veränderungsprozesse dar.

Der Wella Konzern beschäftigt weltweit in mehr als 140 Ländern rund 15.400 Mitarbeiter mit einem Umsatz (1998) von 4,3 Milliarden Mark. Für die Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich (F&E) bedeutet dies einen dynamischen Wettbewerb um neue Produkte und effiziente Leistungen. Im Rahmen des Zielvereinbarungs- und Bonussystems wurde für diesen Unternehmensbereich die Steigerung der Innovationsrate durch die Höherqualifizierung der Mitarbeiter in den Blickpunkt gestellt. Dazu hatte die Abteilung Personal- und Organisationsentwicklung (PEO) im Rahmen einer Bedarfsanalyse mit dem Bereich F&E folgende Ziele abgesteckt: Verbesserung der Projektmanagementqualitäten, Verbesserung der Führungs- und sozialen Kompetenzen, Fokussierung auf Kundenbedürfnisse.
Autor(en): Erik Ziebell, Dr. Christian Dries
Quelle: management&training 04/01, April 2001, Seite 26-29
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