Tutorial
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Die eigene Persönlichkeit entwickeln

Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und emotionale Stabilität – die individuellen Ausprägungen dieser fünf Eigenschaften (Big Five) formen den Kern unserer Persönlichkeit. Jede von ihnen lässt sich im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses trainieren.

1. Kritisch nach dem Warum fragen

Die erste Frage bei der Weiterentwicklung der eigenen Kernpersönlichkeit ist die nach dem Warum: Warum will ich mich verändern? Worum geht es mir konkret? Was ist mein Ziel? Kommt dieses wirklich aus mir selbst heraus, oder geht es mir nicht doch nur darum, bestimmten äußeren Erwartungen zu entsprechen? Beispiel Offenheit. Eine hohe Ausprägung dieses Faktors drückt sich unter anderem darin aus, dass man an vielen Dingen interessiert ist, gerne experimentiert und ausprobiert. Das sind Verhaltensweisen, die in der Arbeitswelt seit vielen Jahren extrem positiv konnotiert sind. Gut möglich, dass es lediglich dieses Bild ist, dass wir ständig vor Augen geführt bekommen, das in uns den Wunsch nach Persönlichkeitsveränderung auslöst. Eine Veränderung sollten wir aber nur anstreben, wenn es einen wirklichen Pain Point deswegen gibt. Vielleicht hat die geringe Offenheit aber auch ihr Gutes: Etwa, weil ich die Person bin, die das experimentierfreudige, offene Team einbremst und wieder zurück auf den Boden der Tatsachen holen kann.

2. Ressourcen aktivieren

Wenn wir einen tatsächlichen Veränderungsbedarf identifiziert haben – etwa, weil wir uns aufgrund unserer geringen Offenheit regelmäßig wertvollen Optionen zur Weiterentwicklung verschließen –, geht es im nächsten Schritt darum, Ressourcen für den Trainingsprozess zu aktivieren. Eine gute Möglichkeit, um kontinuierlich Kraft im Prozess zu tanken, ist das Führen eines sogenannten Positiv-Tagebuchs. Da trage ich jeden Tag ein, was gut gelaufen ist, was der schönste Glücksmoment war, wofür ich dankbar bin oder was mich besonders motiviert hat. Das kann viel Energie geben, die beflügelt und einen besser durchhalten lässt. Zudem können Menschen aus dem engeren Umfeld gut Unterstützung bieten, die uns durch Lob, ehrliches Feedback oder ab und an eine dezente Erinnerung anspornen.

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3. Verhalten reflektieren und hypothetisieren

Der eigentliche Trainingsprozess beginnt im dritten Schritt: indem man Situationen noch einmal durchgeht, in denen man sich anders verhalten hat als gewünscht, und überlegt, wie sich die eigene Wunschpersönlichkeit in solchen Situationen verhalten würde. Etwa: Was hätte eine offenere Version meines Selbst getan, als sie erstmals von den Möglichkeiten gehört hat, die das neue KI-Programm für den eigenen Job bietet? Am besten schreibt man die gewünschte Verhaltensweise auf und prägt sich diese ein. So schafft man hypothetische Erfahrungen, die als Verhaltensmuster dienen können. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, das gewünschte Verhalten in vergleichbaren Situationen zukünftig tatsächlich zu zeigen. Hilfreich ist auch, in entsprechenden Situationen, kurz innezuhalten, zu überlegen, wie sich unsere Wunschpersönlichkeit nun verhalten würde und dann entsprechend zu handeln.

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