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Personalauswahl

Optimale Interviewtechnik bei Einstellungsgesprächen

Obwohl eine falsch besetze Stelle viel Geld kostet, machen Personalverantwortliche und Führungskräfte oft keinen Gebrauch von einem methodischen Bewerberinterview. Michael Paschen stellt Ihnen sieben eiserne Regeln vor, wie Sie im Bewerbergespräch möglichst wenig über einen Kandidaten erfahren und drei goldene Regeln, wie Sie ihn wirklich kennenlernen.
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Bewerbergespräche sind eigentlich die zentralsten investitionsvorbereitenden Gespräche, die in einem Unternehmen geführt werden. Denn letztlich ist - wie Alfred Herrhausen es formulierte - jedes Problem im Unternehmen eigentlich ein Personalproblem. In Auswahlgesprächen wird Tag für Tag mit Millionen von Euro an Wertschöpfungspotenzial und Wertschöpfungsvernichtungspotenzial jongliert. In 60 Minuten werden Entscheidungen getroffen, die sechsstellige Investitionen betreffen.

'Dieter, schau dir den Meier doch auch mal an. Ich habe gestern mit ihm gesprochen, er wirkt ganz patent und fachlich passt alles prima. Heiner hat zwischenzeitlich kurz reingeschaut, er fand ihn auch gut. Meier will 240 Tausend, scheint mir okay zu sein. Du willst ihn gar nicht mehr sehen? Gut, dann lasse ich den Vertrag fertig machen.'

Viele Auswähler bekennen freimütig, dass in vielen Gesprächen oft eine gewisse Hemdsärmeligkeit dominiert, ein gewisses Zutrauen in das eigene Bauchgefühl etwas Sicherheit vermittelt. Aber auch eine unbestimmte Ratlosigkeit, wie man es denn nun wirklich richtig macht. In den bestimmt 150 Interviewtrainings, die ich in den letzten Jahren durchgeführt habe, habe ich viele Personaler und Führungskräfte getroffen, die offen und zerknirscht bekannt haben, schon mal ein paar Hunderttausend Euro durch falsche Personalentscheidungen versenkt zu haben.

Dennoch herrscht im-mer noch in vielen Unternehmen die Ansicht vor, gerade Führungskräfte müssten das halt irgendwie können. Dabei ist gute Interviewtechnik und Beurteilung anderer Menschen ein wirklich tiefes Thema, zu dem es sowohl viel zu wissen als auch viel zu können gibt.
Autor(en): Michael Paschen
Quelle: management&training 05/00, Mai 2000, Seite 10-12
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