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Open Space

Die Kraft der Gruppe

Er fand Kaffeepausen spannender als Konferenzen und schuf aus dieser Erkenntnis heraus einen neuen Konferenztyp: Die Methode heißt Open Space, der Schöpfer Harrison Owen. In den USA hat sein Buch 'Expanding Our Now – The Story of Open Space Technology' viel Aufmerksamkeit erlangt, jetzt liegt die deutsche Übersetzung vor. managerSeminare mit einem Auszug,
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Seit dem ersten Experiment 1985 hat sich die Verbreitung von Open Space in einem erstaunlich kurzen Zeitraum vollzogen. Open Space ist erfolgreich bei Gruppen von fünf bis 1.000 Teilnehmern eingesetzt worden, selbst wenn sich die Beteiligten durch enorme Unterschiede in Kultur, Sprache, beruflicher Tätigkeit, politischer Überzeugung, sexueller Präferenz, ethnischer Herkunft, wirtschaftlichem Niveau und Bildungsstand auszeichneten – ob es sich nun um Unternehmen, Regierungen oder Dörfer in der Dritten Welt handelte.

Dabei verstößt Open Space so gravierend gegen die anerkannte Theorie und Praxis der Konferenzführung und des allgemeinen Organisationsverhaltens, dass es bestenfalls als kontraproduktiv und sehr wahrscheinlich als schlichtweg falsch erscheint. Die Idee, Riesengruppen von zänkischen, unterschiedlichen, zerstrittenen Einzelpersonen zur gemeinsamen Arbeit an hochkomplexen Themen aufzufordern, ohne dass man enorme Mühen in die Vorbereitung einer Tagesordnung steckt und ohne dass man eine Armee von Begleitern rekrutiert, klingt wie ein todsicheres Rezept für ein totales Chaos. Genau das bewirkt Open Space auch, und genau deshalb funktioniert es allen Zweifeln zum Trotz.

Die Einzelheiten der Gespräche und die konkreten Resultate können je nach der Art der Gruppe so verschieden sein wie Tag und Nacht, aber die gefühlsmäßigen Wirkungen sind sich so ähnlich, dass man große Mühe hätte, die Gruppen auf Grund von Verhaltensbeobachtungen zu unterscheiden. Was alle Open Spaces verbindet, ist die kontinuierliche Ausweitung des 'Jetzt'. Das bedeutet: Zwei Tage können sich derart ausweiten, dass sie die Energie und Leistung von mehreren Monaten in sich aufnehmen.

Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass man die Open Space-Veranstaltung nicht nur als Bestandteil eines Veränderungsprozesses, sondern als eigentliche Intervention nutzen kann. Diese Möglichkeit besteht, weil es im Wesen von Open Space liegt, dass die Teilnehmer einen fundamentalen Wandel ihrer Denkweise, ihrer Beziehungen und Arbeitsmethoden erleben. Da sie sich immer in hohem Maße bewusst sind, dass etwas Bedeutsames geschehen ist, wird die Open Space-Erfahrung zu einer Geschichte des Möglichen. Was einmal geschehen ist, kann ein zweites Mal geschehen, und das bedeutet: Es gilt ein neuer Leistungsmaßstab.

Extras:
  • Info-Kasten: Was ist Open Space?
  • Info-Kasten: Hintergrundinformationen über Harrison Owen, den Urvater der Open Space Technologie.
  • Buchhinweis.
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