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Eignungsdiagnostik

Persönlichkeitstests lassen tief blicken

Kaum eine Verfahrensgruppe polarisiert in der Diskussion so stark wie die Gruppe der psychologischen Testverfahren in der Personalarbeit. Michael Paschen und Boris von der Linde geben einen Überblick über gängige und praktikable Persönlichkeitstests, die in der Personalauswahl eingesetzt werden können.
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Manch einer mag sich von diesen Verfahren Erkenntnisse erhoffen, die einen tieferen und wahrhaftigeren Einblick in die Persönlichkeit eines Teilnehmers ermöglichen, andere formulieren grundsätzliche Skepsis zu der gesamten Verfahrensgruppe überhaupt. Wer sich ideologiefrei dem Thema nähert, wird schnell feststellen, dass vorrangig zu klären ist, welche Verfahren für welche Fragestellung sinnvoll sind.

Viele Vorwürfe, die in der Vergangenheit gegenüber Testverfahren geäußert worden sind, waren nicht unberechtigt, wurden doch oft die falschen Verfahren für die falsche Fragestellung eingesetzt. Neben der Erläuterung des Entwicklungshintergrundes, des zu Grunde liegenden theoretischen Ansatzes und der erfassten Persönlichkeitsfacetten, wird eine Einschätzung des praktischen Nutzwertes gegeben. Personalverantwortliche erhalten damit eine schnelle Orientierung über verfügbares Testmaterial, mögliche Einsatzgebiete und die Bezugsquellen.

Grundsätzlich sind psychologische oder in der Praxis entwickelte Testverfahren sowohl in der Personalauswahl (im Rahmen eines AC, als begleitendes Instrument neben einem Interview) als auch in der Personalentwicklung (Potenzialanalyse, Bildungsbedarfsanalyse, Karriereplanung) einsetzbar. Gerade in Potenzialanalysen bilden psychologische Testverfahren häufig eine wertvolle zusätzliche Grundlage für ein Auswahl- und Entwicklungsgespräch.

Als positiv zu beurteilen ist zunächst einmal, wenn die erhobenen Persönlichkeitsmerkmale einen augenscheinlichen Bezug zu den Anforderungen der zu besetzenden Position haben, das heißt nicht zu abstrakt oder künstlich formuliert sind - was tendenziell eher bei Verfahren anzutreffen ist, die im wissenschaftlichen Kontext entwickelt wurden.
Autor(en): Michael Paschen, Boris von der Linde
Quelle: management&training 04/01, April 2001, Seite 14-15
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