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EDV-Schulung

Personalstrategie nach der Green Card

Die Green-Card-Regelung der Bundesregierung wird vorwiegend als vereinfachter Weg zur Erlangung von Arbeitserlaubnissen diskutiert. Die Green Card bietet aber auch einen willkommenen Anstoß, an der Globalisierung des Personalmarketing zu arbeiten - für viele deutsche Unternehmen bisher kaum ein Thema.
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Zur Personalentwicklung gehört auch eine andere Frage: Haben neue Kollegen aus den Philippinen, aus Nigeria oder aus Kanada dieselben Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten wie ihre deutschen Kollegen? Und brauchen sie dafür veränderte Bedingungen? Diese Frage macht deutlich, dass es nicht darum gehen kann, ein paar offene Stellen zu besetzen, ohne nachhaltig die Personalstrategie und den Wandlungswillen der eigenen Organisation mit der ganzen Unternehmensführung zu überdenken.

Auf jeden Fall bietet der Wandel große Chancen für die Entwicklung der deutschen Mitarbeiter. Sie erwerben wichtige interkulturelle Kompetenzen und üben Englisch als Arbeitssprache, viel nachhaltiger als in Seminaren, und bereiten sich so hervorragend auf die Betreuung internationaler Kunden oder eigene Auslandsaufenthalte vor.

Der überhitzte Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte fordert unweigerlich zum Nachdenken darüber auf, wo die gesuchten Experten zu finden sind und welche Maßnahmen - welcher “Marketing-Mix” - Erfolg verspricht. Unabhängig davon verlangen globale Unternehmensstrategien eine Neuausrichtung des Personalmarketing als ebenfalls globale Strategie. Eine strategische Option, die Arbeit ins Ausland zu verlagern, wollen wir in diesem Artikel vernachlässigen.

Ein besonderer Aspekt des Personalmarketings, der durch die Green Card besondere Beachtung verdient, ist die Integration neuer internationaler Mitarbeiter. Deutsche Mitarbeiter erwarten in der Regel beispielsweise keine Unterstützung bei der Wohnungssuche, keine Unterstützung bei der Auswahl einer Schule für die Kinder und auch keine Hinweise darauf, was in Deutschland als höflich und was als unhöflich gilt.
Autor(en): Simon Seebass
Quelle: management&training 10/00, Oktober 2000, Seite 18-21
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