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Distance-Learning

Die Grenzen des Online-Lernens

Das Online-Lernen wird euphorisch propagiert. Die Personalentwickler werden in der Praxis aber schnell mit pädagogischen, rechtlichen und technischen Grenzen konfrontiert. Gleichwohl eröffnen Intranet-Lösungen neue Lernchancen.
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Seit zwei Jahren erleben wir im Personalentwicklungs- und Trainingsgeschäft eine wahre Web-Welle. Leider ist der Ruf des Online-Lernens heute noch besser, als seine Umsetzung in die tägliche Praxis. Will man mehr als nur ein Lernsystem einführen und will man die Zielsetzungen dieses Systems - lernen und qualifizieren - wirklich erreichen, stößt man an Grenzen. Es sind die so genannten systematischen und temporären Grenzen.

Unter systematischen Grenzen verstehen wir Grenzen, die weniger mit dem Lernen in Netzen an sich, als mit dem Lernen im beruflichen Umfeld zu tun haben. Diese Grenzen galten zum Teil schon beim Klassenzimmer-Unterricht, hatten Bestand bei Maßnahmen auf CD-ROM-Basis und sind auch im Netz nach wie vor gültig.

Wer schon einmal versucht hat, in netzbasierten Systemen sprach- und kulturübergreifend zu schulen, ist sehr schnell an die entsprechenden Grenzen gestoßen, da der Absender nicht immer weiß, welcher Sprache oder Kultur der Rezipient angehört. Für die Systeme selbst besteht diese Grenze nicht.

Die Schwierigkeiten betreffen neben der Sprache aber auch die Lerngewohnheiten, die inhaltlichen Voraussetzungen oder - im beruflichen Umfeld - auch die eigentlichen Inhalte (zum Beispiel Gesetzgebung). Im betrieblichen Umfeld liegt es (anders als im offenen Internet) nach wie vor in der Verantwortung des Absenders, seine Lernbotschaften gezielt auszurichten. Das Netz bietet dabei verschiedene Lösungsansätze zur Bewältigung des Problems, die es früher in dieser Form nicht gab. Zum Beispiel kann man mit einfachen Identifizierungs-Algorithmen feststellen, ob die Inhalte für den jeweiligen Benutzer Gültigkeit haben.
Autor(en): Felix Wenger
Quelle: management&training 01/00, Januar 2000, Seite 14-15
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