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Action Learning

Auf dem Prüfstand

Beim Automobilzulieferer BTR Automotiv wurden Prozesse und Innovationen stark von der Geschäftsführung gesteuert. Hier wurden Probleme gelöst und einsame Entscheidungen getroffen. Die neue Geschäftsführung definiert Kernkompetenzen als neue Anforderungen für Führungskräfte und ist überzeugt, dass Managementqualitäten nicht mit herkömmlichen Seminaren zu entwickeln sind. Für mehr Effizienz sorgt die Methode des Action Learning.
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Unter dem Motto 'Mit Profil in die Zukunft' initiierte das Unternehmen ein Management-Development-Programm mit dreifachem Zielbezug: Erstens, die Entwicklung von Qualitäten hinsichtlich der definierten Kernkompetenzen. Zweitens bearbeitet im Programm jeder Teilnehmer wesentliche Unternehmensthemen als (Lern)-Projekt. Drittens nutzen die Teilnehmer ihr Erfahrungs- und Beziehungskapital zum Knüpfen von Management-Netzwerken. Das bedeutet, die Teilnehmer bearbeiten tatsächliche Themen für das Unternehmen, der Einzelne lernt bedarfsorientiert an seinen Themen und Netzwerke stärken Kooperations- und Beziehungsqualitäten.

Lernen aus und für die Praxis im Unternehmen ist der Anspruch des Action-Learing-Konzeptes. Die Prinzipien sind einfach. Gelernt wird durch Agieren und Reflektieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zur Planung nächster Schritte genutzt. Mit der Umsetzung dieser Aktivitäten werden Erfahrungen gesammelt, die in der folgenden gemeinsamen Reflexion ausgetauscht werden.

Die Teilnehmer des Programms brauchten Mut, um ihr eigenes Agieren und ihre vorliegenden Ergebnisse auf den Prüfstand zu stellen. Neben Erfolgserlebnissen gab es Durststrecken des Suchens nach geeigneten Wegen, des Zweifelns an der Machbarkeit und des Akzeptierens von Schwierigkeiten. Das Management hat die Rollen des Auftraggebers und Förderers als Lernpartner übernommen. Das war für die Teilnehmer das Sicherheitsnetz für die Umsetzung der Vorhaben und zur Entwicklung der persönlichen Qualitäten.
Autor(en): Hanspeter Hollender, Dr. Klaus Päßler
Quelle: management&training 03/03, März 2003, Seite 44-45
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