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Das Blog


24. Juli 2020 | Von Nicole Bußmann

Arbeiten ohne Angst

Menschen, die im Unternehmenskontext schadlos sie selbst sein dürfen. Mitarbeitende, die frank und frei Bedenken und Beobachtungen aussprechen. Kollegen, die sich mit Ideen und Meinungen einbringen und Fehler zugeben. All das ist möglich, wenn sich die Arbeitsumgebung sicher genug anfühlt, um zwischenmenschliche Risiken einzugehen. Wenn Kolleginnen und Kollegen einander vertrauen und sich bereit – ja sogar verpflichtet – fühlen, aufrichtig zu sein.

Das Fachwort dazu nennt sich „Psychological Safety“. Eingeführt wurde der Begriff bereits 1965 von den damaligen MIT-Professoren Edgar Schein und Warren Bennis. Vielen Praktikern der Unternehmensführung wurde er 2016 bekannt durch das „Project Aristotle“ von Google. Der Name, der jedoch am häufigsten damit verknüpft ist, ist der von Amy C. Edmondson. Die Harvard-Professorin begann Mitte/Ende 1990 die Bedeutung psychologischer Sicherheit für die Arbeit in Gruppen zu erforschen. Gerade ist ihr neuestes Buch „Die angstfreie Organisation“ im Verlag Vahlen erschienen. Und managerSeminare ist es gelungen, mit ihr und dem Verlag das diesmalige Titelthema zu realisieren.

Dass psychologische Sicherheit gerade jetzt – in der Corona-Krisenzeit – auf die Agenda gehört, versteht sich von selbst. Denn gerade jetzt sind Fragen, Kommentare, Bedenken, Anmerkungen, Wahrnehmungen, Hinweise auf Fehler, … besonders wertvoll. Amy C. Edmondson liefert mit ihrem Artikel ein Framework für die angstfreie Zusammenarbeit in Unternehmen. Meine Empfehlung: lesen!

Agilität ist neben der Digitalisierung und New Work eins der beherrschenden Management-Themen – oder war es zumindest, bis Corona dafür sorgte, dass die Reformbemühungen vieler Unternehmen auf Eis gelegt wurden. Viele meinen, drängendere Probleme lösen zu müssen, um das Geschäft am Laufen zu halten. Angesichts äußerer Ungewissheiten scheuen sie davor zurück, sich mit einer Form der Arbeitsorganisation zu befassen, die selbst unter idealen Umständen die Beteiligten leicht überfordern und verunsichern kann. Dennoch kann es lohnend sein, die Agilisierung der Arbeit weiter voranzutreiben, zumal deren Vorteile in Sachen Responsivität, Anpassungsfähigkeit und Kreativität gerade in der Krise den Unterschied machen können, sind Sabine Eybl und Dieter Kaltenecker überzeugt. In Ihrem Artikel „Agile Zwischenbilanz“ erklären die beiden Berater, warum es wichtiger denn je ist, sich auf die Aspekte zu konzentrieren, auf die es bei der Agilisierung besonders ankommt. Vier Erfolgsfaktoren haben sie durch die Analyse von Pionierunternehmen ausgemacht.

Viel Spaß beim Lesen! Und bleiben Sie gesund.


Kommentare (0) | Kategorie: Management & Führung

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