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Interaktives Planspiel: Entscheidungen fällen unter Druck

Das neue Planspiel 'Frostkost' soll Führungskräften Techniken vermitteln, mit denen sie besonders in Krisensituationen nachhaltige Entscheidungen treffen können. Entwickelt wurde die Live-Simulation von der von Studnitz Management Consultants GmbH, Rendsburg, in Kooperation mit Prof. Dr. Annett Cascorbi.

Die Dozentin für Unternehmensführung und Personalmanagement an der Nordakademie in Elmshorn hatte nämlich recherchiert, dass es auf dem Markt für handlungsorientierte Trainings kein Spiel gibt, mit dem Entscheidungstechniken systematisch und praxisorientiert an die Hand gegeben werden. Frostkost soll diese Lücke nun schließen.

Für die Übung schlüpfen die Spieler in die Rolle von Entscheidern im fiktiven Unternehmen Frostkost. Sie erhalten Infos zur Firma, ihrem Aufgabenbereich und der aktuellen Aufgabenstellung. Haben sich die Teilnehmer einen Überblick verschafft, werden sie von der Geschäftsleitung des Unternehmens - gespielt von der Seminarleitung - über eine von außen hereinbrechende Krise informiert. Diese gilt es zu lösen - zunächst ohne Anweisungen und Erklärungen. Denn: 'Das Ziel der Übung lautet Lernen durch Erleben', so Andreas von Studnitz.

Damit das Krisenszenario realistisch wirkt, wird der Krisenstab mit Telefonaten, Faxen und E-Mails bombardiert, die Infos und Anforderungen von Medien, Kunden, Partnern und Gesellschaftern enthalten. Während die Teilnehmer auf den Input reagieren, werden sie von der Seminarleitung beobachtet. Die entscheidet, wann der Zeitpunkt für eine Unterbrechung gekommen ist.

Gemeinsam analysieren Spieler und Leitung in der Pause die einzelnen Aktionen und bewerten die Situation. Entsprechend ihrer Schwierigkeiten, die in der Übung ans Licht kommen, werden verschiedene Techniken vorgestellt: etwa die Technik der Lagebeurteilung mit einer Liste von Leitfragen, die alle am Prozess Beteiligten berücksichtigt. Oder das schematisierte Berichtswesen, eine Technik zur Unterrichtung der Vorgesetzten. Auch dass Banken andere Informationen benötigen als Aktionäre, lernen die Teilnehmer etwa im Punkt Briefing von Externen.

Zwei Dinge werden laut von Studnitz auf diese Weise deutlich: die Folgen, wenn wichtige Stakeholder bei Entscheidungen nicht bedacht werden. Und dass gutes Management Teamarbeit ist.
Autor(en): (ahe)
Quelle: Training aktuell 02/06, Februar 2006
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