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Die Zukunft des (E-)Lernens steht in drei Ländern auf dem Programm

Im Internet der zweiten Generation wird soziale Interaktion groß geschrieben. Welche Auswirkungen hat dieses Web 2.0 auf individuelles Verhalten, Lernkulturen und pädagogische Ansätze? Wie müssen E-Learning-Entscheider auf diese Entwicklungen reagieren? Und was ist wirklich dran an dem Hype? Im Juni stellen sich drei Veranstaltungen diesen Fragen.

Das Web 2.0 ist derzeit nicht nur in aller Munde, sondern findet sich auch in den Titeln von immer mehr Veranstaltungen zum Thema E-Learning wieder. Nicht von ungefähr, denn zweifellos verändert die zunehmende Verbreitung von Blogs, Wikis und Podcasts das Selbstverständnis und die Erwartungen der Lernenden: Sie möchten heute zunehmend mobil und selbstgesteuert lernen und dabei jederzeit mit Kollegen und Mitstudenten kommunizieren und kollaborieren können. Bildungsmanager, Personalentwickler und E-Learning-Experten, die sich auf diese Entwicklungen einstellen wollen, haben nun die Wahl zwischen drei Veranstaltungen.

Die Grenzen zwischen Lernen, Arbeit und Leben lösen sich auf

Einen sehr akademischen Ansatz verfolgt das Europäische Distance- und E-Learning-Netzwerk (EDEN) auf seiner Jahreskonferenz, die vom 13. bis 16. Juni 2007 in Neapel stattfindet. Unter der Überschrift 'New Learning 2.0?' steht dort auch ganz Grundsätzliches auf dem Programm. So etwa die Frage, ob sich E-Learning als eigenständiger Bereich auflösen könnte, wenn durch die neuen Medien die Grenzen zwischen Lernen, Arbeiten und dem Rest des Lebens immer mehr verschwimmen.

In konkreteren Fragestellungen geht es darum, wie Effizienz und Qualität von E-Learning verbessert oder innovative Medien und Tools optimal eingesetzt werden können. Zu den Keynote-Speakern gehören Paul Clark, Vize-Kanzler der Open University, UK, und Eric Bruillard, Professor für Informatik an der Pädagogischen Hochschule IUFM de Creteil, Frankreich. Tagungsgebühr: 500 Euro, Infos und Anmeldung unter www.eden-online.de.

Deutlich anwendungsorientierter geht es auf dem Kongress der imc AG, Saarbrücken, zu. Unter neuem Namen, als 8. Learning World, öffnet der ehemalige Learning Management Kongress vom 14. bis 15. Juni 2007 in Berlin seine Pforten. Die Umbenennung soll unterstreichen, dass Lernen heute kein Nischenthema mehr ist, so die Organisatoren: 'Die neuen Fragen betreffen eher das richtige 'Wie', nicht mehr das 'Warum'', ist der imc-Vorstand überzeugt.

Entsprechend konkrete Antworten sollen auf die Leitfrage der Veranstaltung 'Shaping the Future of Learning - Was bringt die Web 2.0 Innovationswelle?' gegeben werden. Etwa, wie sich Community-Portale, Rankingsysteme für Trainer und Dozenten oder webbasierte Systeme zum Wissensaustausch sinnvoll in den Lernprozess integrieren lassen. Dazu referieren u.a. Prof. Dr. Klaus Tochtermann vom Know-Center Graz und Dr. Volker Treier, verantwortlich für die Bildungspolitik im DIHK.

Praktisch üben lassen sich die neuen Anwendungen in diesem Jahr erstmals in so genannten 'Extreme Learning Labs', in denen es beispielsweise darum geht, Podcasts zu produzieren oder Web 2.0-Elemente in existierende Lernumgebungen einzubauen. Die Teilnahme kostet 699 Euro, Infos und Anmeldung unter www.e-learning-congress.de.

Lernt die 'Net Generation' wirklich anders?

Mit kritischer Distanz stellt sich das Swiss Centre for Innovations in Learning (SCIL), St. Gallen, dem Thema. 'Innovationen für das Learning Design explorieren' will das zweitätige Fokusseminar in St. Gallen, das ebenfalls am 14. und 15. Juni 2007 stattfindet. Als Referenten stellen sich die beiden SCIL-Leiter Prof. Dr. Dieter Euler und Prof. Dr. Sabine Seufert u.a. der Frage, ob die 'Net Generation' tatsächlich so anders lernt als die Generation ihrer Eltern. An konkreten Beispielen wollen sie auch eruieren, wie vielversprechend die pädagogischen Nutzungspotenziale von Wiki & Co wirklich sind und wie sie sinnvoll in die Gestaltung von Bildungskonzepten einfließen können. Ebenfalls zu den Fokusthemen gehören innovative Prüfungsformen wie ePortfolios und eAssessments. Seminarpreis: rund 762 Euro, Anmeldung und Infos per E-Mail: sabine.seufert@unisg.ch.
Autor(en): (lis)
Quelle: Training aktuell 05/07, Mai 2007
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