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Sinn in sich selbst finden

Purpose! Damit locken Unternehmen. Sie schreiben sich einen noblen, gesellschaftlich wertvollen Sinn auf die Fahne und wollen uns so zu motivierten, glücklichen Arbeitnehmenden machen. Und wir? Fallen nur zu gern auf dieses Versprechen herein – und wundern uns dann, dass uns trotz Nobel Purpose der Arbeitsalltag doch „irgendwie sinnlos“ erscheint. Fünf Anregungen, die helfen, tatsächlich Sinn ins eigene (Arbeits-)Leben zu bringen.

1. Der Sinn des Lebens ist nicht zweck-, sondern daseinsorientiert

Die ultimative Frage nach dem Warum ist müßig, da sie letztlich nicht zu beantworten ist. Eine Haltung, die sich an der Philosophie des Existenzialismus orientiert, hilft im (Arbeits-)Leben weitaus mehr, um glücklich zu werden und Sinn zu empfinden. Der Existenzialismus geht von einer an sich sinnfreien Welt aus, in die wir qua Geburt hineingeworfen sind. Man könnte auch sagen, der existenzialistische Auftrag lautet: Sein statt Sinn suchen. So wie der Existenzialist Albert Camus die griechische Sagenfigur Sisyphos (die als Strafe der Götter immer und immer wieder denselben Stein einen Berg hochrollen muss) als glücklichen Menschen bezeichnet – weil der Stein Sisyphos' eigene Sache ist –, so geht es auch für uns darum, die „Steine“ unseres Lebens zu bewegen. Das heißt: Zufriedenheit und Sinn in dem zu erfahren, was wir tun. Weil wir es selbst tun, von uns aus tun. Weil wir es gern tun und gut können. Weil es an unsere persönlichen Werte andockt. Und weil wir erleben, dass wir dadurch Wirkung erzielen.

2. Glück und Sinn finden wir in uns

Psychologisch gesehen kann ein von einem Unternehmen definierter übergeordneter Zweck, so nobel er sein mag, uns nicht zum Handeln antreiben und motiviert halten. Das geschieht nur dann, wenn wir uns in unserem täglichen Arbeitsleben mit unseren Bedürfnissen, Stärken, Kompetenzen und Werten verwirklichen können. Selbstverwirklichung schlägt demnach Purpose. Dabei gilt: Natürlich kann sich auch ein übergeordneter Noble Purpose mit den eigenen Werten decken, aber er ist keine zwingende Voraussetzung für das Sinnerleben. Es mag zwar moralisch problematisch sein, auf psychologischer Ebene aber gilt: Werte wie Qualitätsbewusstsein, Kundenorientierung oder das Bedürfnis nach einem guten sozialen Miteinander lassen sich auch in einem Unternehmen leben, das wenig Purpose im Sinn eines höheren gesellschaftlichen Zwecks zu bieten hat.

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