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Jobsuchende sagen häufiger ab als Unternehmen

Nach einem Vorstellungsgespräch passiert es im Schnitt öfter, dass ein Bewerber oder eine Bewerberin dem ausschreibenden Unternehmen absagt als umgekehrt. Das geht aus einer aktuellen Studie der HR-Beratung Königsteiner Gruppe hervor, an der 1.000 Jobsuchende teilnahmen. Von diesen haben laut eigener Aussage 34 Prozent selbst abgesagt, während nur jeder bzw. jede Fünfte (19 Prozent) eine Absage vom jeweiligen Arbeitgeber erhielt. Von den Bewerbenden, die ein Stellenangebot ablehnten, taten das 42 Prozent, weil sie etwas gefunden hatten, das besser zu ihrer Persönlichkeit passte. Weitere 35 Prozent entschieden sich für einen Job mit einem höheren Gehalt und 29 Prozent gaben an, eine Stelle bevorzugt zu haben, die eher ihrer fachlichen Qualifikation entspricht.

Unternehmen müssten sich auf einen Paradigmenwechsel im Bewerbungsprozess einstellen und sich verstärkt Gedanken darüber machen, wie sie sich selbst bei den Kandidatinnen und Kandidaten bewerben, schlussfolgert Nils Wagener, Geschäftsführer der Königsteiner Gruppe. Die Studie zeigt zudem, dass Arbeitgeber langsamer reagieren, als Kandidatinnen und Kandidaten das erwarten. Immerhin 72 Prozent der Befragten möchten nicht länger als zwei Wochen auf eine Rückmeldung warten – eine Frist, die nicht einmal ein Drittel der Arbeitgeber (32 Prozent) einhält. Es verwundert daher nicht, dass mehr als jeder bzw. jede fünfte Bewerbende (21 Prozent) bereits eine Stelle abgesagt hat, weil der Auswahlprozess zu lang war. Was bei den Befragten auch schlecht ankommt, sind intransparente Entscheidungen (21 Prozent), unpersönlicher Kontakt (17 Prozent) sowie ein nicht mehr zeitgemäßes Verfahren (14 Prozent).

Autor(en): Nina Rheinheimer
Quelle: managerSeminare 295, Oktober 2022
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