Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Die Netzwerkchen

Neue MOOC-Formate

Kaum ist der Hype um das Massen-Lernformat MOOC richtig in Fahrt gekommen, rufen die einstigen Vorreiter schon die Post-MOOC-Ära aus. In der sollen neue Formate die Vorteile der offenen Online-Kurse nutzen und zugleich deren didaktische und organisatorische Schwächen vermeiden. Ein Überblick.

kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 12,80 EUR

Als in Berlin auf dem größten internationalen Kongress über technisch gestützte Lernformen die These diskutiert wurde, ob MOOCs zum Untergang geweiht sind, war die Antwort eindeutig: nein. Die Teilnehmer der Online Educa zeigten sich im Dezember 2013 im Gegenteil sogar sicher, dass die Zukunft der reichweitenstarken Online-Kurse gerade erst begonnen hat. Für Deutschland gilt das in jedem Fall. Nach ersten experimentellen MOOCs für Lernexperten startete im Sommer 2013 mit Iversity die erste großformatige deutschsprachige Plattform mit zehn Kursen, deren Entwicklung der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zuvor mit Stipendien gefördert hatte. Im Januar 2014 zählte die Plattform bereits 27 Kurse mit 330.000 registrierten Nutzern. Für den größten Kurs, 'The Future of Storytelling' von der Fachhochschule Potsdam, meldeten sich mehr als 88.000 Teilnehmer an. Damit ist Deutschland in Bezug auf die Teilnehmerzahlen in der weltweiten MOOC-Oberliga angekommen.

Während der Trend zum offenen Onlineformat hierzulande in Fahrt kommt, lässt in den USA die Begeisterung schon wieder nach. Sebastian Thrun, der mit seiner Plattform Udacity den Hype um die virtuellen Massenkurse überhaupt erst richtig losgetreten hat, beschrieb seine MOOCs kürzlich als 'lousy product'. Studierende, die an einem MOOC teilnahmen, so der Professor für künstliche Intelligenz an der Stanford University, hätten wesentlich schlechter abgeschnitten als Präsenzstudierende. Und Armando Fox – Direktor am Berkeley Resource Center for Online Education (BRCOE), einer weiteren Keimzelle des MOOC-Trends – spricht sich öffentlich für neue Kursformate mit begrenzter Teilnehmerzahl und restriktivem Zugang aus und propagiert damit das genaue Gegenteil des MOOC-Prinzips.

Extras:

  • Die MOOC-Ära: Kurze Übersicht 2008 bis heute
  • Infokasten: Neue Formate – Von SPOC bis Micro-MOOC
  • Linktipps: Informationen zu MOOCs und z.B. der Erstellung von Lehrvideos auf drei weiterführenden Webseiten
  • Literaturtipps: Hinweis auf einen Aufsatz über Lernen mit Filmen sowie einen Fachartikel über Corporate MOOCs

Autor(en): Yvonne Pöppelbaum
Quelle: managerSeminare 192, März 2014, Seite 52 - 56 , 22449 Zeichen
drucken

RSS-Feed

ANZEIGE

Suche im Archiv


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier