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Kompetenzen der Zukunft

Relevanz von Emotionaler ­Intelligenz steigt weltweit

Die Bedeutung von Emotionaler Intelligenz wird in den kommenden Jahren zunehmen. Das glauben zumindest knapp drei Viertel der 750 Führungskräfte, die an einer internationalen Befragung des Dienstleistungsanbieters Capgemini teilgenommen haben. Die Studie stellt die steigende Relevanz von Emotionaler Intelligenz in direkten Zusammenhang mit der Digitalisierung der Arbeitswelt: Wenn durch Künstliche Intelligenz und andere neue Technologien Routineaufgaben wegfallen, dann gewinnen Fähigkeiten wie Selbstorganisation, Eigenwahrnehmung, Beziehungsmanagement und die Bildung eines sozialen Bewusstseins an Bedeutung – also Fähigkeiten, die wesentlich von Emotionaler Intelligenz abhängen.

Auffällig bei den Ergebnissen: In asiatischen Ländern wie Indien oder China sehen ganze 95 Prozent bzw. 90 Prozent der Führungskräfte Emotionale Intelligenz als künftigen Must-have Skill. Dort haben auch jeweils 70 Prozent der Unternehmen eine Strategie, um ihre Mitarbeitenden diesbezüglich weiterzuentwickeln. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass das Thema Emotionale Intelligenz im asiatischen Raum einen höheren Stellenwert hat als in Westeuropa. Das spiegelt sich auch in den weiteren Ergebnissen wider: So antworten nur 53 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte, dass Emotionale Intelligenz bald eine unverzichtbare Fähigkeit wird – und liegen damit 21 Prozent unter dem Durchschnittswert. Da ist es nicht verwunderlich, dass es bisher auch nur in 32 Prozent der deutschen Unternehmen eine passende Weiterbildungsstrategie gibt.

Emotionale Intelligenz als Zukunftskompetenz
Anteil der Führungskräfte, laut denen Emotionale Intelligenz eine Kernkompetenz wird, wenn neue Technologien Routineaufgaben übernehmen:

Indien: 95% 
China: 90% 
USA: 82%
Italien: 77% 
Durchschnitt: 74%
Niederlande: 73% 
Spanien: 70%
UK: 70%
Frankreich: 69%
Norwegen: 69%
Schweden: 68%
Deutschland: 53%

Quelle: www.managerseminare.de, Studie „Emotional Intelligence – The Essential Skillset for the Age of AI“ von Capgemini, n=750, 2019.
Autor(en): Nathalie Ekrot
Quelle: managerSeminare 266, Mai 2020
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