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Work goes virtual

Kommunikationstechnik

Investitionen bis zu 12 Milliarden Mark erwartet der Bundesminister für Bildung und Forschung Jürgen Rüttgers bei der Verlagerung der Arbeit ins heimische Wohnzimmer. Roland Berger geht von fünf Millionen neuen Arbeitsplätzen im Jahr 2000 aus, die auf der Multi-Media-Technologie aufbauen. Andere Schätzungen liegen weitaus höher. Work goes virtual: Nicht mehr das Werkstor und spiegelglasverkleidete Verwaltungsgebäude bestimmen das Arbeitsleben, sondern virtuelle Denkzentralen, Märkte und Produkte, die als Bits und Bytes die Computer bevölkern. Für den Weiterbildungsmarkt ergeben sich neue Aufgaben.

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Stetig hat in diesem Jahrhundert die Zahl der Berufe zugenommen, in denen überwiegend Informationen verarbeitet werden. Im Jahr 2000 dürfte ihr Anteil am Arbeitsmarkt bei über 55 Prozent liegen. Wenn auch „Multi-Media“ und „Cyberspace“ beliebte Stichworte sind, die hier genau zum Thema passen, gibt es derzeit nur einen sehr begrenzten Arbeitsmarkt, der auf diese Techniken aufbaut. Die meisten Berufe verbinden bereits bekannte Aufgabenfelder mit den neuen Möglichkeiten, die die digitale Kommunikation in Datennetzen ermöglicht. Der Ingenieur tauscht CAD-Konstruktionen mit einem Kunden über weite Distanzen aus, Trainer plazieren sich auf einer Homepage, um ja keinen Trend zu verpassen, und Forschungsinstitute versenden im Internet Ergebnisse ihrer Projekte. Das Potential ist damit längst nicht ausgeschöpft. So wie der Kinofilm in seinen ersten Tagen als reproduziertes Schauspiel mit Bühnencharakter über die Leinwand flackerte, werden neue Medien zunächst in bekannte Zusammenhänge eingesetzt. In Deutschland schätzt das Institut „Empirica“ aufgrund einer Umfrage im April 1994 die Zahl der möglichen Telearbeitsplätze auf über 2,8 Millionen. Nur 150.000 sind davon bereits genutzt. Das sind knapp über fünf Prozent des Potentials.

Virtuell ist das, was zwischen Wirklichkeit und Fiktion steht. Das Haus, das der Architekt konstruiert hat, ist noch nicht fertig, aber läßt sich schon durch eine Simulation auf einem Computer besichtigen. Ein neues Automodell ist noch nicht vom Band gelaufen, wird aber bereits im Cyberspace dem Crashtest unterzogen. Ein Unternehmen, das nur in der Phantasie besteht, gewinnt im Internet plötzlich virtuelle Gestalt. Schwer zu greifen ist die Technologie der virtuellen Realität und der neuen Medien. Umso problematischer ist es, genaue Prognosen zu stellen. Wer ein Gespür für die Zukunft hat, ist hier im Vorteil. Nur unkonventionell und mit einem Bündel neuer Kompetenzen läßt sich handeln. Für Trainer ergibt sich daraus nicht nur die Ausbildung im technischen Umgang mit den neuen Medien, sondern auch das Vermitteln einer Medienkompetenz. Virtual Management, Virtual Publishing und das Agieren in virtuellen Marktsegmenten muß gelernt sein.

Drei verschiedene Berufsgruppen erwartet Dr. Werner Dostal, Leitender wissenschaftlicher Direktor im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB), für den Bereich „Multi-Media“:

• Multi-Media-Spezialisten,
• Infrastrukturberufe im Umfeld von Multimedia und
• Multimedia-Nutzer in verschiedenen Berufen…

Autor(en): Jörg Wurzer, Elke Abels, Jürgen Graf
Quelle: managerSeminare 25, Oktober 1996, Seite 62 - 70, 29247 Zeichen

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