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Jobgefühle

Authentizität lässt sich fördern

Wenn Führungskräfte authentisch sind bzw. Authentizität ausstrahlen, wirkt sich das sowohl auf ihre Leistung wie auch die Leistung der Mitarbeiter positiv aus, zeigen zahlreiche Studien. Eine neue Erhebung ist nun der Frage nachgegangen, wie Unternehmen Authentizität fördern können.

Anders, als man annehmen könnte, stärkt funktionale Macht laut der Umfrage unter rund 230 deutschen Führungskräften das Authentizitätserleben kaum. Ein hoher Posten allein reicht nicht, um sich als echt zu erleben und von anderen so wahrgenommen zu werden. Doch zeigt die Untersuchung, die der Organisationsforscher Matthias Spitzmüller gemeinsam mit den Unternehmensberatungen Förster und Netzwerk sowie Goetzpartners durchgeführt hat, dass Führungskräfte dann als authentischer wahrgenommen werden, wenn sie auch fachlich überzeugen. Ein bedeutender Faktor, um sich selbst als authentisch zu erleben, ist zudem die Möglichkeit, selbstbestimmt zu arbeiten. Ebenso wirken vertrauensvolle, glaubwürdige und verlässliche Beziehungen – bzw. das Gefühl der Zugehörigkeit – positiv auf das Echtheitserleben im Job. Als Authentizitätsbarriere wirkt dagegen die Unternehmensgröße. Wer sich als kleines Rädchen im Getriebe wahrnimmt, ist in Gefahr, sich in seiner Arbeit als wenig authentisch zu erleben. Auch Konflikte zwischen den Anforderungen des Berufs- und Privatlebens können dazu führen, dass sich ein Gefühl der Entfremdung einstellt. Werden im Unternehmen hierarchische Differenzen stark befürwortet, kann auch dies das Gefühl von Authentizität dämpfen. Ein Authentizitätskiller ist zudem der Zwang, nach außen hin Gefühle zeigen zu müssen, die nicht wirklich empfunden werden.
Während die negativen Auswirkungen, die die Verstellerei hat, durch nichts kompensierbar sind, lassen sich die Negativeffekte der anderen Authentizitätsbarrieren laut der Studie interessanterweise recht gut ausgleichen. So lässt das Gefühl, nur ein Rädchen im Getriebe zu sein, nach, wenn die Arbeit als sinnstiftend empfunden wird. Die Selbstentfremdung durch Konflikte zwischen Job und Familie stellt sich seltener ein, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, im Unternehmen wertgeschätzt zu werden und ihre Individualität ausleben zu können. Wertschätzung und Individualität helfen zudem, auch bei hoher Machtdistanz das Gefühl von Authentizität zu wahren.

Die Studie steht zum kostenlosen Download unter http://bit.ly/28JsQPy zur Verfügung.

Treibende Kräfte für Authentizität:
Authentizität/treibende Kräfte
  • 0,58 selbstbestimmtes arbeiten 
  • 0,47 Zugehörigkeitsgefühl
  • 0,43 Autorität durch inhaltliche Kompetenz

Quelle: Studie 'Klare Haltung, klare Richtung – wie Unternehmen Authentizität fördern'. Förster und Netzwerk, goetzpartners 2016, n=230 Führungskräfte. © www.managerSeminare.de.


Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 221, August 2016
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