Management

Evaluation

Rechnen Sie mit dem Erfolg

'Zu aufwendig!”, 'Praxisfern!”, 'Nicht vergleichbar!”: Um Ausreden ist man in Unternehmen nicht verlegen, wenn es darum geht, die Evaluation von Weiterbildung zu verhindern. Und doch ist es für Personalentwickler inzwischen zu einer Legitimationsfrage geworden, die Effektivität ihrer Arbeit nachzuweisen. Evaluationsexperte Wolfgang Beywl zeigt, wie die ungeliebte Erfolgsmessung in Angriff genommen werden kann.
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Evaluationsbemühungen bei Personalentwicklungsmaßnahmen scheitern oftmals am kurzsichtigen Verständnis von Evaluation: Sie findet erst dann statt, wenn es zu spät ist, wenn nämlich die guten oder schlechten Ergebnisse bereits vorliegen und bewertet werden sollen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Evaluation ist aber, dass sie in alle Phasen des Bildungsprozesses involviert ist. In der betrieblichen Weiterbildung sind das zunächst sämtliche Aktivitäten, die einen Kompetenzuwachs und eine Verbesserung der Qualifikationen zum Ziel haben. Über diese Lernarrangements hinaus gehören alle geplanten Maßnahmen vor und nach den eigentlichen Lernereignissen dazu.

Die beiden zentralen Komponenten der Evaluierung sind das Beschreiben und das Bewerten. Es ist daher notwendig, die verschiedenen Bewertungs- und Interessenperspektiven der Beteiligten genau zu klären, bevor am Startpunkt einer Evaluation Qualitätskriterien festgelegt werden. Evaluation muss eine Art 'Wertemanagement” betreiben, d.h. Werte klären und dazu beizutragen, dass sich die Kultur der Organisation in Bezug auf individuelle und kollektive Lernprozesse förderlich entwickelt.

Die zielgerichtete und sorgfältige Datenerhebung ist immer wieder eine Schwelle, über die die Beteiligten hinweg müssen. Am Anfang bedeutet es Auseinandersetzung mit ungewohnten Erhebungsstrategien, Zusatzaufwand bis hin zu kleineren Störungen in der Alltagsarbeit. Erst wenn der empirische Blick – durch vielfaches Üben – Bestandteil der eigenen professionellen Routinen von Weiterbildungsverantwortlichen und Trainern geworden ist, entfaltet es sein volles Potenzial.

Was in den Untemehmen zurzeit vielfach fehlt, ist eine Evaluationskultur, d.h. ein Grundkonsens darüber, dass empirische Daten zu Bildungsprozessen und -ergebnissen unverzichtbare Grundlage für die Personal- und Organisationsentwicklung sind. Die Gründe dafür sind menschlich: Messbarkeit erzeugt Handlungsdruck. Veränderungen können überprüft werden, Nicht-Veränderungen aber auch. Erfolge sind kontrollierbar, Misserfolge ebenso. Eine lernende Organisation kann jedoch auf den Aspekt des Messens und Prüfens nicht verzichten – gemäß dem schlichten aber einleuchtenden Motto: Wenn ich etwas nicht messen kann, weiß ich auch nicht, was ich erreicht habe.

Extras:
  • Übersicht: Die Qualitätsstufen betrieblicher Weiterbildung.
  • Übersicht: Die sechs Schritte der effektiven Evaluation.
  • Buchtipp: Kurz-Rezension des Buches 'Evaluation, Controlling, Qualitätsmanagement in der betrieblichen Weiterbildung' von Wolfgang Beywl und Berthold Schobert.
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